dreiundzwanzig/zwanzigfünfzehn

23. Dezember 2015

Der Glaube macht’s den Sportlern nicht so leicht.
Man denke nur an religiöses Fasten.
Und an den Typen in Mallorcas Kasten,
der ob der Kund’ vom Untergang erbleicht.

Ein andrer hat die Haltung aufgeweicht:
Er war bereit, den Sonntag anzutasten.
Die Gegner ahnten Unbill: Was dn? WAS DN?
Er legte los, ist heut noch unerreicht.

Der Sinneswandel kam nicht hopplahop,
doch step by step begann er zu verstehn
und jumpte schließlich freudig hin und her.

Er hatte festgestellt, ich kürz’ salopp:
Der Herrgott will ihn als Athleten sehn.
(Paar Jahre später glaubte er nicht mehr.)

______________

Hintergründe zum Kalender.
Kommentare zu Sportart und Identität wären schön.
Bleiben aber zunächst verborgen. Spannung und so.

20 Antworten to “dreiundzwanzig/zwanzigfünfzehn”

  1. sport_thies Says:

    Jonathan Edwards ist der gesuchte Athlet. Dreispringer. Hätte mich auch über Ralf Jaros gefreut. :-)

  2. rebiger Says:

    Puh, puh, puh. Ich bin stark verunsichert. Mir fällt nur Carlos Roa ein, der irgendwann nicht mehr samstags Fußball spielen wollte. Aber ob die ganzen anderen Fakten da hinkommen? Ich bin stark verunsichert. Puh, puh, puh.

  3. Detlef (doktor_d) Says:

    Eric Liddell, keine Frage. Der weigerte sich 1924 in Paris an einem Sonntag über 100m anzutreten.
    Blöd nur, das er nichts mit Hop, Step, Jump zu tun hat.

    Dreisprung also. Unerreicht. Also Weltrekorhalter etwa.
    Heureka. Jonathan Edwards. Das mit dem tiefgläubigen habe ich ehrlicherweise nicht gewusst.

  4. Frank Lußem Says:

    Jonathan Edwards

  5. Asgeirsson Says:

    Das war doch der , ja, der Engländer, der John Edwards. Gut, das ich zur sicherheit nochmal gegooglet habe. Er heißt Jonathan.

  6. der_tim Says:

    Step by step? Die Lösung lautet New Kids on the Block!

    Aber geht es vielleicht doch trotz fehlendem Hop um Dreisprung? Da kenne ich nur Charles Friedek (den hatte ich doch schon mal?) und Ralf Jaros, wüsste aber nicht das sie durch Religiösität aufgefallen wären, eher durch viele Verletzungen die Größeres verhindert haben…

  7. SD Says:

    „Hä?!?“ musst ich als Erstes sagen,
    wen will der Kamke da erfragen?
    Die Hinweise sind Rätsel mir,
    was soll das alles hier?
    dn, DN, werd‘ nicht gescheiter,
    rebiger ist viel vielseitger

    Doch step by step die Lösung naht,
    der Dreisprung bringt mich auf den Draht:
    Die Chance pack‘ ich gleich beim Schopf –
    nur Johnny Edwards in meim Kopf.
    Die Storys kenn‘ ich alle nicht,
    doch Wiki wohl die Wahrheit spricht.

    Auch zu Malle fehlt der Link,
    viel besser passt Paolo Rink!
    Soweit ich weiß, war gläubig der,
    Doch Timon? Oder anderswer?
    Ist auch egal, ich weiß es nicht,
    für mich bricht an die letzte Schicht.

    Frohe Weihnachten!

  8. Mahqz Says:

    Jonathan Edwards, Dreisprung

  9. Dagobert95 Says:

    Jonathan Edwards. Früher wollte er sonntags nicht springen, meine ich.

  10. fighti Says:

    Jonathan Edwards, Dreisprung-Olympiasieger, Weltmeister, quasi alles…

  11. Arnesen Says:

    Angetasteter Sonntag und Mallorca lassen mich an Wimbledon und Nadal glauben, aber so recht führt das nicht weiter…

    Kommentieren wollte ich aber heute auch ohne Lösung, weil ich „was dn, was dn“ gern zum Reim des Kalenders küren möchte,

  12. Dieter Says:

    Keine Ahnung. in paar Hinweise lassen mich an Muhammed Ali denken., aber das ist auch nur geraten.

  13. ManuelaSchmermi Says:

    Meine Güte, was eine schwierige Geburt!

    Die Twitterati meiner Timeline haben aber auch alles versucht, mich in die Irre zu treiben.
    Sie, Herr Kamke, ebenfalls.
    Fußballbezug…hmm…Sonntagsspiele, aber was zum Teufel hat das mit dem Athleten zu tun. Ich bin verwirrt.
    Jetzt erstmal an die Sportart herantasten: Winter oder Sommer, Sommer oder Winter….verdammt.
    Step by step….step by step hmm, Glaube…hmm. Sind wir im Wintersport? Lange Strecken? Spanien, hatta nicht was von Spanien gesagt? Spanien und Glauben und step by step…das kann…ja, das kann nur einer sein: Mühleggs Johann. Ok, aber wo zur Hölle springt der dabei?
    Also doch kein Langlauf. Mist!
    Weiter geht´s: springen….springen…klar: Skispringen. Ha. oder doch nicht? Da wird nicht „gestept“. Menno…
    Step, step, jump….step, step, jump…natürlich: Eiskunstlauf! Jetzt hab ich es, der Rudi, Rudi Cerne. Der muss es sein. Juhuu!
    Doch nochmal mit dem Text gegenprüfen…was hat der mit Glauben zu tun? Ok, er glaubt, immer den Straftäter zu finden, aber es passt nicht zum Text. Verdammte Hacke!
    Nochmal zu den Sportarten zurück: Im Winter passt nun nichts mehr, also: Haken dran.
    Sommersport: step, step, jump….Mensch, logisch: Hochsprung. Ich Depp. Es muss der Hochsprung sein.
    Hehehe, der Kamke liebt das Jahr 1984. Ich hab ihn, ich hab ihn.
    Das kann nur der Mann mit der hübschen Frise sein: Dietmar Mögenburg, Gold in LA. Yeahaaa \o/

    Mooooment, da finde ich schon wieder nix mit Glauben…orrr /o\

    Kruzifix! Also kein Hochsprung. Weiter geht´s. Wenn nicht hoch, dann eben weit: Weitsprung. Hier gäbe es für mich nur einen, der mir wirklich haften blieb: Carl Lewis, der große Carl Lewis. Schnell nochmal alle Hinweise (aus Kamkes Text und meiner TL) checken…grrr, auch das passt nicht so wirklich.
    Da war ein Hinweis auf „Heimspiel“….Hessen? Was haben wir denn hier so (außer mir und Behle)? Na logisch: Friedek, Charles Friedek (in Gießen geboren). Dreisprung ist wohl gemeint. Hihihi…ich krieg dich Kamke!

    Herrgott sakra, wieder nix mit Glauben! Ich wird verrückt!

    Okeyyy, der Friedeck wohl nicht, aber ich schau nochmal im Dreisprung rum…

    Wer hat´s denn dort so mit der Kirche oder wieder nicht?

    Jetza aber, ach, wie einfach: der Ecwards Jonny ist´s.

    Hab ich doch gleich gewusst!

    Grüß Gott


  14. die dreiundzwanzig ist nicht meine tür,
    strecke auf der stell‘ die waffen
    finde das schwierig über gebühr,
    das rätsel werde ich nicht schaffen.

  15. timokles Says:

    Hmmm. Dreispringer Jonathan Edwards sollte das gewesen sein.


  16. Hop, Step, Jump. Ich kenne genau einen Dreispringer. Edwards heißt er.

  17. Sebastian Says:

    Der Fußball-Torhüter aus den ersten vier Zeilen ist Carlos Roa.
    Der Rest könnte auch ein Torwart sein, aber auch ein Hoch- oder Weit- oder Dreispringer, womöglich mit den Initialen D und N. Allerdings springen die Leichtathleten ja nicht hin und her, aber Jumper tun sie, also in den internationalen Termini.
    Ich fand einen israelischen Torhüter mit den Initialen N D, der jedoch noch aktiv ist, da passt also die Vergangenheitsform nicht. Oder ich dachte an die Einführung der Sonntagsspiele in der Bundesliga. Ob es da ein spezielles Datum gab oder ob es die schon immer gibt, konnte ich nicht ergooglen und daher auch nicht ob dagegen jemand aus religiösen Gründen protestierte.
    Ich bin ahnungslos.

  18. heinzkamke Says:

    Ok, das war wohl nochmal eine kleine Herausforderung. Religion und so. Hatte gedacht, und bei vielen war es anscheinend auch so, dass es beim Thema “Glaube” sofort klick machen würde, aber da mag ich Gefangener eigener Erinnerungen sein. Dazu der Hop-Step-Jump-Hinweis, der möglicherweise unterging angesichts des Umstands, dass ich in meinen Texten ja gerne mal Verbformen wie “jumpte” unterbringe …

    Der eine oder die andere wird bei Twitter gesehen haben, dass ich eingeräumt habe, entgegen der ursprünglichen Ankündigung ein bisschen Fußball untergebracht zu haben, in Person des von Herrn @rebiger genannten Carlos Roa, der Ende der 90er als Siebenten-Tag-Advent(!)ist nicht nur Samstagsspiele ablehnte, sondern sich zwischenzeitlich ganz aus dem Fußball zurückzog, um sich auf die bevorstehende Apokalypse vorzubereiten. Sie kam nicht, er aber kehrte irgendwann auf den Platz zurück.

    Beim Gesuchten lag der Fall ein bisschen anders. Seine Familie war sehr gläubig, und so weigerte er sich lange, sonntags an Wettkämpfen teilzunehmen – die Konsequenzen liegen auf der Hand.

    Nach und nach (step by step?) kam er zu der Überzeugung, dass der Herr ihn nicht zum Spaß mit einem Talent gesegnet habe, sondern dass er es auch nutzen und den Herrn damit erfreuen müsse, wenn ich es recht verstanden habe.

    Das tat er dann, gewann so ziemlich alles, wurde nach der Karriere TV-Moderator für Sport-, aber auch christliche Sendungen, und gab im Jahr 2007 überraschend zu verstehen, dass er seinen Glauben verloren habe. Die Rede ist von Jonathan Edwards.

    @ sport_thies: Jaros ist bei mir interessanterweise überhaupt kein Thema, dann tatsächlich eher Peter Bouschen. Vermutlich weil er aktiv war, als ich erstmals Dreisprung sah. Mit Willie Banks, klar. Zudem spielte ich mit dem Gedanken, James Connolly zu nehmen, den allerersten Olympiasieger der Neuzeit (der in “Als Amerika nach Olympia kam” vom jungen David Caruso gespielt wurde). Aber erstens hatte ich mich nicht ungegoogelt seiner erinnert, zweitens: Wer hätte das wissen sollen?

    @ Detlef: Hast mich verunsichert mit Deiner entschlossenen Antwort …

    @ der_tim: Fehlender Hop? Also wirklich! Selbstverständlich sind alle drei da, einer nach dem anderen. :)

    @ SD, Sebastian: Hihi, DN. Musste ich mehrfach lesen, um zu merken, dass ich das ja tatsächlich geschrieben hatte – allerdings nicht als Initialen gemeint, sondern nur als Ausruf. Hatte lange gezögert, das zu schreiben. Einerseits zu Recht, wie Eure Kommentare zeigen, andererseits freue ich mich, es doch geschrieben zu haben, angesichts der wunderbaren Wortmeldung von @Arnesen.

    @Manuela_Schmermi: Ich fühle mich vortrefflichst unterhalten, vielen herzlichen Dank! Und beeindruckt bin ich auch, ob der Hartnäckigkeit.

    Und wie immer: Danke schön, Ihr Lieben! Auch all jenen, die die nackten Fakten präsentiert haben, und ein herzliches Willkommen auch dem Debütanten Frank Lußem.


    • Wieso verunsichert? Ich mag nun mal Chariots of Fire, da wird unter anderem die Geschichte von Eric Liddle erzählt. Und der lief, weil tiefgläubig nun mal nicht sonntags.
      Das Edwards ebenfalls auf Glaubensgründen nicht am Sonntag statete wusste ich nicht, bis Google mich aufklärte.

      • heinzkamke Says:

        Verunsichert war natürlich Quatsch. Mich hat einfach die Selbstverständlichkeit des ersten Satzes Deiner Antwort beeindruckt. Zumal ich selbst den Namen nie gehört hatte.


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