zweiundzwanzig/zwanzigfünfzehn

22. Dezember 2015

Die Leser hier, Verzeihung, sind auf Drähtchen
und wissen gleich, woran wir heute sind:
Sie ist der Deutschen allerliebstes Kind –
die Sportart eh, und ebenso das Mädchen.

Die Ultras drehn vorm Fernsehn gern am Rädchen.
Die Sportler auch – das liegt dann meist am Wind.
Der lässt sie kalt, weil sie halt anders gwinnt.
Danach geht’s heim ins Dorf (noch nicht mal Städtchen).

Der Trachtenholzschnitt wirkt bei ihr ganz echt
und eignet sich für Strick- und Harfenwitze –
meist sind sie fad und oftmals richtig schlecht.

Doch weil sie, wie es heißt, Humor besitze,
kommt ihr das Landhausstilklischee grad recht –
die Reaktion, die sie drauf zeigt, ist: Spitze.

______________

Hintergründe zum Kalender.
Kommentare zu Sportart und Identität wären schön.
Bleiben aber zunächst verborgen. Spannung und so.

19 Antworten to “zweiundzwanzig/zwanzigfünfzehn”

  1. heinzkamke Says:

    Ja, ich fühle mich ein bisschen schlecht, weil ich den Fokus auf diese kleine, abseitige Geschichte lege, statt auf sportliche Meriten. Und dann wieder auf eine Sportlerin, die nun wahrlich nicht abseitig ist. Das ist alles so inkonsequent hier.

  2. SD Says:

    Magdalena Holzer, Wallgau

  3. Detlef (doktor_d) Says:

    Der erste Gedanke ist der Richtige. Helene Fischer also.

    Hm, die ist aber keine Sportlerin. Also zweiter Versuch.
    Magdalena Holzer, ehemalige Biathletin. Bevor jemand Ergebnislisten durchwühlt, sie hieß früher freilich anders, Neuner um genau zu sein.

    Aber wahrscheinlich bin ich eh auf dem Trachtenholzweg.

  4. rebiger Says:

    Nur gut, dass ich immer erst bis zum Schluss lese, bevor ich mit der sherlock’schen Analyse beginne. Eigentlich wäre ich nämlich recht ratlos gewesen, wenn da nicht das allerletzte Wörtchen gewesen wäre. (Es hätte ja aber auch gar keinen Sinn gemacht, es wegzulassen. Der Reim wäre sonst ja keiner.)
    Und nun mag man von mir halten, was man will, bestenfalls kommt man zu diesem Schluss: Der Rebiger interessiert sich eben auch für das, was neben den Sportplätzen so geschieht. Die Kombination Mädchen/Lieblingssportart der Deutschen/Spitze, und es erschloss sich mir dann doch recht schnell, welche Art von Spitze gemeint ist (Ja Mey, der Kamke ist halt ein Teekesselchenfan), lässt nur diesen einen Lösungsversuch zu:

    Magdalena Neuner.

    (Und dann ergab auch alles andere für mich einen Sinn.)

  5. trurll Says:

    Hm, wegen Rädchen irgendwas mit Schießen. Allerliebstes Kind ist pures Schießen nicht, aber vielleicht Biathlon. Anders gewinnen lässt auf exzellente Läuferin schließen. Da fällt mir spontan Magdalena Neuner ein. Kann aber keine sinnvolle Verbindung zu Trachtenholzschnitt und Landhausstilklischee herstellen…Oh je.


  6. Mit Strickwitzen kenne ich mich aus – hier muss Magdalena Neuner gemeint sein. ;-)

  7. Désirée Says:

    Die Biathletin Magdalena Neuner.

  8. ManuelaSchmermi Says:

    Hallo Kamke, hab ich sie erwischt: vergangenes Wochenende gab’s ein Interview von ihr in der großen verbotenen Sonntagszeitung…also äh hab ich gehört.
    Mir deucht, ihr stehet auf feurige Mädels, eine leichte Tendenz ist unverkennbar.
    Diese Sportart ist mir so nah und doch so fern, behält man sie doch im DSV so gern.
    Hier geht’s um Biathlon und die Holzer Magda….besser bekannt als Magdalena Neuner.

  9. der_tim Says:

    Rädchen drehen wegen Wind,
    das ist eine Biathletin, bestimmt!

    Doch die Auswahl ist so groß,
    welche meint er bloß?

    Harfenklang und Strickklamotten,
    dazu volkstümliche Marotten.

    Der Tipp macht mich nicht froh,
    sind die nicht alle so?

    Ahnungslos wie ein Bauernliesl,
    tippe ich mal auf Uschi Disl.

  10. Zugzwang74 Says:

    Magdalena (ehemals) Neuner! Die Hochzeitsbilder waren aber auch ein einziger Traum.

  11. timokles Says:

    Ich mag Biathlon nicht.


  12. wenn ich auf wolle meine gedanken lenke,
    (ja, ich weiß auch, dass man damit strickt),
    ist es die nähmaschine, woran ich denke,
    weil es auch an der hängt, ob der treffer glückt.

    blaue beine gilt es zu vermeiden,
    bei der hatz auf schnelle zeiten,
    trotzdem sieht man sie oft leiden,
    wenn sie den schuss auf nachbars scheibe leiten.

    längst ist die wallgau-frau mit ihrem seppi,
    dem jugendfreund aus der nachbarschaft,
    und der gemeinsamen verena happy,
    die familie gibt ihr ja so viel kraft.

    biathlon bleibt aber weiter ihre mission
    das fernsehen hat als expertin sie eingekauft
    und endlich singe ich die lösung schon:
    es ist die neuner, magadalena getauft.

  13. fighti Says:

    Am Rad bei Wind drehen Biathleten…

    Weil sie halt anders gewinnt… also eine die nicht schießen kann? Das wären also Uschi Disl oder Miriam Gössner

    Ich vermute mal Spitze zeigen wird irgendwas mit Playboy zu tun haben, da ich mir die Disl da nicht vorstellen will also wohl Miriam Gössner sein.

  14. Arnesen Says:

    Neuners ihre.

    Der Sportlerin selbst kann man den zuweilen unangenehmen Hype nicht vorwerfen.

  15. Asgeirsson Says:

    Lustigerweise war ich gar nicht so auf Draht und musste erstmal überlegen, welche der vielen Biathletinnen denn gemeint ist. Disl Uschi, Kati Wilhelm, Andrea Henkel, Martina Glagow … passen doch alle nicht richtig. Ach klar: die Magdalena Neuner. Hätte ich das allerliebste Kind doch beinahe vergessen.


  16. Magdalena Neuner sollte das sein. Hach waren das Zeiten.

  17. sport_thies Says:

    Das müsste doch Magdalena Neuner sein, oder?

  18. Thomas Says:

    Magdalena Neuner ist doch supi

  19. heinzkamke Says:

    Wieder einer dieser Fälle, bei denen ich mich lange zierte, die allzu offensichtliche Person zu wählen. Vermutlich hätte nur der ewige Björndalen noch näher gelegen.

    Um es kurz zu machen (ich bin zeitlich wie organisatorisch grade ein bisschen eingeschränkt): Ja, es geht um Biathlon, eine Sportart, die in Deutschland wie kaum eine andere (um Fußball soll’s hier ja nicht gehen) den Nerv vieler Sportfans trifft, seit den Zeiten der Herren Angerer und Rötsch. Ok, das ist eine eher auf mich selbst bezogene Zeitangabe.

    Gewiss, es gibt Ausnahmen, nicht wahr, Herr @timokles, und ja, auch ich bin der Meinung, dass die Berichterstattung mitunter überhand nimmt. Wie beim Fußball halt, nur anders.

    In den Kommentaren klang verschiedentlich an, dass die Auswahl profilierter Biathletinnen und Biathleten sehr groß ist, einige wurden genannt, allen voran Uschi Disl (sehr bayerisch) und Miriam Gössner (mit Spitze, aber auch ohne).

    Gemeint war aber diejenige junge Dame, bei der das holzschnittartige Klischee der heimatverbundenen Strickliesel nach meiner Wahrnehmung wie bei keiner anderen gepflegt wurde, Harfe spielte sie noch dazu, und irgendwann war es ein bisschen viel. Woraufhin sie, auf wessen Initiative auch immer, recht unerwartet für Dessousaufnahmen posierte. Spitze halt. Oder eben Teekessel, wie Sherlock @rebiger sagen würde.

    Und rein sportlich waren die wenigen Jahre, die sie im Weltcup unterwegs war, schlichtweg imposant.

    Ach so, der Name: Magdalena Holzer, geborene Neuner.

    @ManuelaSchmermi: Lena Schöneborn steht schon in den Startlöchern.

    @zugzwang74: Haste mal nen Link? Oder muss ich da den vielseitig interessierten Herrn @rebiger fragen?

    @timokles: Das wird die Mehrheitsverhältnisse wohl nicht zum Kippen bringen …

    @mark twain: Ah, danke! Die Nähmaschine darf hinter einem Biathlontürchen nicht fehlen.

    Und wie immer: Danke für die vielen Kommentare. Nicht zuletzt die Einblicke in Eure Überlegungen bereiten mir große Freude.


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