vierzehn/zwanzigvierzehn

14. Dezember 2014

Lederreime

Die Leber stammt von einem Hecht
und nicht von andern Tieren.
Das weiß man seit Jahrhunderten?
Nun gut, dann … adaptieren?

Das Leder stammt von keinem Hecht,
auch nicht von andern Tieren.
Das lassen adidas und Co.
in Asien produzieren.

Das Leder stammt von keinem Hecht,
und ich sag’s unumwunden:
auch unsre Jungs vom VfB,
die haben’s nicht erfunden.

Das Leder stammt aus der Fabrik
und nicht vom VfBle.
Das Spiel in Mainz, es nagt doch sehr
an Schwabens Fußballseele.

Das Leder stammt aus der Fabrik
und nicht von Ulle! Ulle!
Die Kneipe fing ein Trinkspiel an:
pro Fehlpass eine Pulle.

Das Leder stammt aus der Fabrik
und nicht von Daniel Schwaab*.
Kai Dittmann („Übersetzung … groß“)
vermied das Wörtchen „Trab“.

Das Leder stammt aus der Fabrik
und nicht vom Niederstrecker.
Er spielte gern mal hoch und weit,
das ging mir auf den Wecker.

Das Leder stammt aus der Fabrik
und nicht von Timo Baumgart-
l–lassen wir den jungen Mann –
’s war weiterhin ein Traumstart!

Das Leder stammt aus der Fabrik
und nicht von Go Sakai*.
Ich weiß nicht, was ich sagen soll.
Vielleicht: er war dabei.

Das Leder stammt aus der Fabrik
und nicht von Herrn Romeu.
Der geht zwar ganz nett damit um,
doch sprintet wie ein Daewoo.

Das Leder stammt aus der Fabrik
und nicht von Käptn Gentner.
Die Reimerei ist nicht gerecht:
sei’s Rentner, sei es Bendtner.

Das Leder stammt aus der Fabrik
und nicht von Florjan Klein*.
Wurd weiter vorne eingesetzt,
doch wollt‘ kein Stürmer sein.

Das Leder stammt aus der Fabrik
und nicht von Adam Hloušek.
Wenn er einmal zum Flanken kam,
dann dreht’s ihm stets den Fuß weg.

Das Leder stammt aus der Fabrik
und nicht von Timo Werner.
Den Kopf ein paar mal hochgenomm‘,
dann säh ich ihn noch gerner.

Das Leder stammt aus der Fabrik
und nicht von Daniel Ginczek.
Die Torgefahr war einmal groß,
ansonsten war sie winzig.

Das Leder stammt aus der Fabrik
und nicht von Herrn Maxim*.
Der ist ein großer Lederfreund,
doch Stevens nicht von ihm.

Das Leder stammt aus der Fabrik
und nicht von Filip Kostić.
Doch es gehorcht ihm immerhin:
„Hey Ball, ich bin Dein Boss, Bitch!“

Das Leder stammt aus der Fabrik
und nicht von Kocka Rausch*.
In Mainz vollkommen fehlerfrei –
der Mann verdient ’nen Flausch.

Das Leder stammt aus der Fabrik
und nicht von Trainer Stevens.
Er strebte nach Stabilität –
die Story seines Lebens.

 

Die Feder stammt aus Dichterhand
und nicht von Kamkes Heinz’*.
Er zeigt sich grad so filigran
wie’s Brustring-Team in Mainz.

 

* Die Sache mit den Kadenzen lernen wir dann beim nächsten Mal.

______________

Hintergründe zum Kalender.

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3 Antworten to “vierzehn/zwanzigvierzehn”

  1. trurll Says:

    Hab das Spiel nicht gesehen und mich eigentlich über zumindest einen Punkt gefreut. Deine lesenswerten Zeilen rauben mir allerdings die Illusion, dass es so weitergehen kann.

    Chapeau zum Reim Romeu – Daewoo, war bestimmt nicht einfach, da was zu finden. Dafür eiert der Ginczek etwas :). Dennoch, der Kamke Heinz – Vergleich ist völlig unangebracht!

  2. heinzkamke Says:

    Bei Ginczek hängt es natürlich nicht unwesentlich davon ab, wie Du sein cz aussprichst. Bei tsch wärs‘ mir auch zu viel, bei z, was ich während des Spiels öfter hörte, liegt es deutlich innerhalb dessen, was der gemeine Leberreimende so als hinnehmbar betrachtet. ;)

    Und zum Spiel: furchtbar. Aber, ja, ein Punkt. Und wenige klare Chancen des Gegners.

  3. Tom Says:

    Hat dies auf Dartsport vom "Schwabenländle" bis Europa . . . rebloggt und kommentierte:
    Sehenswerte Spielanalyse VFB-Mainz


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