acht/zwanzigvierzehn

8. Dezember 2014

Sestine

Ein Mädchen ließ uns wissen, was es fühlte.
Herr Rossi nahm die Suche wieder auf.
Auf den Malwinen gab es längst schon Ärger,
man wünschte sich ein bisschen Frieden her.
In deutschen Landen schwand im Herbst Vertrauen;
per Zeigefinger funkte man nach Hause.

Der Scheich rief die Kuwaiter früh nach Hause,
weil er die Seinen übervorteilt fühlte.
Italien hatte in sein Glück Vertrauen,
trat anfangs reichlich unentschieden auf.
N’Kono gab die Zwischenrunde her,
nur die Algerier traf’s noch etwas ärger.

Die Fußballwelt vereinte sich im Ärger:
“Schickt Österreich und Deutschland bloß nach Hause,
und lasst sie ja so schnell nicht wieder her!”
Und wie man sich noch so beschissen fühlte,
da taucht’ allmählich ein Gedanke auf:
“Turniermannschaft”, gepaart mit Gottvertrauen.

In Runde zwei bewährt sich das Vertrauen
(nur in den Pokerrunden gibt’s noch Ärger):
die Rechnung mit dem Herrgott geht gut auf.
Drei Löwen gehn und Spanien bleibt zu Hause,
obwohl es sich ein bisschen falsch anfühlte.
Was soll’s, schickt’s endlich die Franzosen her!

Die machten allerdings ganz schön was her,
warn kreativ und voller Selbstvertrauen.
Und wie man seine Ohnmacht grad erfühlte,
bemühte sich Herr Schumacher um Ärger.
Doch halb so schlimm, die Kronen gehn aufs Hause,
und selbst Trésor hielt sie final nicht auf.

Dort laufen dann die Italiener auf –
die Unentschieden sind Äonen her!
Sie warn der Herr im Favoritenhause:
Herr Rossi fand das Glück, ganz im Vertrauen,
und stürzte Südamerika in Ärger –
Diego zeigte deutlich, wie er fühlte.

Im Endspiel fühlte man: das geht nicht auf.
Der Ärger kommt von allen Seiten her,
weil sie von Hause aus sich nicht vertrauen

(Dieses Gefühl, sich das Urteil „Thema verfehlt“ redlich verdient zu haben. Rein formal dürfte es weitgehend korrekt sein, doch der Inhalt schmiegt sich so gar nicht an die Form. Im Gegenteil: er wirkt erzwungen, ohne jeden roten Faden, und folgt mechanisch der Form. Tja. Verkackt.)

______________

Hintergründe zum Kalender.

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Eine Antwort to “acht/zwanzigvierzehn”

  1. SvenGZ Says:

    Ich hab ja ein Problem mit der Adventskalenderei.
    Erst will ich einen haben und dann gehe ich nur sehr unregelmäßig dabei.
    Wir Zuhause, so geht es mir auch mit dem Kamkeschen Kalender, den ich aber nichts desto Trotz sehr genieße.


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