Dann halt doch: VfB-Content. Ein bisschen.

28. Juli 2014

Es lässt sich wohl nicht mehr weiter hinauszögern. Zu eindeutig sind die Signale, zu schnell rückt das Großereignis in den Hintergrund, zu unerquicklich sind die Sommerlochthemen, zu medienpräsent ist die Versammlung. Kurz: es ist wohl an der Zeit, sich wieder mit dem VfB zu befassen. Wenn auch nicht mit den Versammlungsthemen, will sagen: mit der „alternativlosen“ Ausgliederung, mit den neuen Aufsichtsräten, die ihre Unternehmen in Stellung bringen, Sie wissen schon.

Auch nicht mit dem Urlaub, übrigens, aus dem Herr Bobic zurückgekehrt ist, wie Herr Wahler jüngst in bemerkenswerter Art und Weise betonte, oder gar mit den Krachern, deren Ankündigung dann ja doch eher ein wenig flapsig zu verstehen gewesen sei, wenn ich Herrn Wahler recht verstanden habe.

Oh, Verzeihung, mit den Krachern hab ich mich dann ja doch befasst, mit einem zumindest, wenn auch in Wahler’scher Manier: flapsig. Der eine oder die andere hat es vielleicht schon gesehen, bei der Lektüre des Bundesliga-Heftchens der 11 Freunde, wo ich wiederum ein paar mehr oder weniger ernsthafte Sätze zum VfB sagen durfte. Geübten Lesenden wird aufgefallen sein, dass die BloggerInnenbilder entfallen und die Fragebögen kürzer geworden sind.

Da indes die Antworten pro Fragebogen ähnlich zahlreich und auch ähnlich umfangreich waren, es sei denn, ich hätte eine abweichende Version beantwortet, will ich meine vollständige, ungeschminkte und tatsächlich nur sehr bedingt originelle Wahrheit gerne hier veröffentlichen:
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Die neue Saison wird legendär, weil…

sich der 1. FC Köln zum besten Aufsteiger aller Zeiten aufschwingt. Nicht nur nach Punkten.

Wenn ich an die vergangene denke, dann kriege ich…

zum einen das kalte Grausen, zum anderen: Zweifel. Am Verein und an mir selbst. Es gibt mir zu denken, wie bereitwillig ich mich zwischenzeitlich in den scheinbar unabwendbaren Abstieg fügte. Die Labbadia-Jahre haben mich mürbe gemacht.

Mein schlimmster Alptraum…

Der VfB tut all das, was die Fans wollen: er wechselt die ungeliebte Vereinsführung aus, den weinerlichen Trainer gleich mit, ersetzt ihn durch ein junges Eigengewächs, setzt auf „junge Wilde“ – und dann geht trotzdem alles schief. (Ein Alptraum halt. Völlig unvorstellbar.)

Auf diese Schlagzeile warte ich seit Jahren…

„Die bessere sportliche Perspektive des Vereins gab den Ausschlag für meinen Wechsel zum VfB.“

Meine steile These für meinen Auftritt im DSF-Doppelpass…

Rudolph Brückner hätte echt etwas aus dieser Sendung machen können.

Die lustigste Fanaktion der letzten Saison…

In Stuttgart war dem gemeinen Fan einmal mehr nicht so sehr nach Lachen zumute. Aber die Choreo zum 120. Geburtstag machte was her. Und der Jubel für Thomas Hitzlsperger am letzten Spieltag fühlte sich gut an.

Mein unrealistischer Fünfjahresplan…

wird bereits im zweiten Jahr von der noch viel besseren Realität überholt. Endlich wieder Champions League – und im Halbfinale wartet Meister Köln.

Mit meinem 10-Millionen-Lottogewinn kaufe ich meinem Klub…

lieber nichts. Nachdem ich vom Verfall des Vereinswerts gelesen habe, triebe mich die Sorge um, mit den 10 Millionen gegen 50+1 verstoßen zu können. Aber vielleicht ließen sich ja mit Bruchteilen des Geldes die Einrichtung eins Fanprojekts und die Aufarbeitung der Nazihistorie beschleunigen.

Mein Verein braucht eine neue Hymne. Gesungen von… , weil…

Armin Veh, weil dem Verein ein bisschen mehr Selbstironie nicht schaden könnte.

Diesmal feiert der FC Bayern feiert die Meisterschaft bereits am…

letzten Spieltag. Der DFB besinnt sich dann aber eines Besseren und hält sich doch an die offizielle Tabelle.

Und wenn nicht, kommt am Ende raus, dass Pep Guardiola…

die Anweisungen von Mastermind Hermann Gerland in den entscheidenden Spielen ignoriert hat.

Absteigen müssen leider…

immer noch die Mannschaften, die sportlich nicht gut genug sind. Wird in traditionsbewussten Kreisen gerne mal beklagt, ist aber ein ganz gutes Konzept.

Die große Überraschung der Saison…

wird aus Stuttgarter Sicht der versprochene „Kracher“, den der VfB in der Winterpause dann tatsächlich kauft: Moritz Leitner. Ach, und Labbadias Comeback bei den abstiegsbedrohten Schalkern.

Und wohin pinkelt Kevin Großkreutz?

Das möchte ich noch immer nicht wissen.

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Ein Fragebogen halt, mit gezwungen halbwitzigen Antworten. Ich hoffe, die neue Saison gibt mehr her.

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5 Antworten to “Dann halt doch: VfB-Content. Ein bisschen.”


  1. […] sag´s lieber gleich: Drauf gebracht hat mich Heinz Kamke. Und wäre ich eine bessere Leserin, wäre es mir eher eingefallen … worden. Ich hätte es […]


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