Zum Adventskalender 2013

1. Dezember 2013

Fast auf den Tag genau ein Jahr ist es her, dass hier im Blog der erste Fünfzeiler veröffentlicht wurde. Ich traute mich nicht, ihn Limerick zu nennen, zu groß schien mir die Gefahr, dessen Formvorgaben nicht zu erfüllen. Das sehe ich mittlerweile deutlich entspannter; gleichwohl bin ich weitestgehend beim unverfänglichen „Fünfzeiler“ geblieben.

Was damals als Schnapsidee eines fünfzeiligen Adventskalenders begann, entwickelte eine gewisse Eigendynamik, die in der Schnapsidee eines fünfzeiligen Jahresplans kulminierte. Seit Anfang 2013 hat es hier wöchentlich, in aller Regel mittwochs, einen Fünfzeiler unter dem hoch gegriffenen Titel „Fünf Zeilen, die der Fußball schrieb“ zu lesen gegeben. Das mag für den einen oder anderen Leser anstregend, für manchen auch vergnüglich gewesen sein, und gilt für die weiblichen Gäste gleichermaßen.

Aktuell stehen wir, passend zur Kalenderwoche, bei 48. Soll erfüllt. Hätte ich nicht gedacht. Vier wöchentliche Fünfzeiler stehen noch aus, wesentlich mehr Rohentwürfe liegen irgendwo herum, es sollte also ein relativ Leichtes sein, das Projekt für das Jahr 2013 erfolgreich abzuschließen. Die aufmerksame Leserin wird bemerkt haben, dass die Formulierung hinreichend offen ist, um im neuen Jahr entweder weiter zu machen oder eben nicht. Weiß ich noch nicht.

Um genau zu sein, weiß ich noch nicht einmal, ob es die Nummern 49 bis 52 überhaupt noch geben wird. Overkill und so. Denn auch so wird im Dezember eine ganze Reihe dieser Fünfzeiler veröffentlicht werden. Und damit meine ich noch nicht einmal die von Herrn @rebiger, von dessen „Fünf Zeilen wegen Kamke“ ich mich sehr geehrt fühle.

Tatsächlich werden auch bei mir im Blog wieder ein paar adventliche Reime zu lesen sein. Die allerdings weder adventlich im engeren Sinne noch von mir sein werden.

Kürzlich hatte ich hier in ganz anderem Kontext schon einmal „Ich lade gern mir Gäste ein“ angestimmt, und bin nun eben noch ein Schrittchen weiter gegangen: ich habe ein paar liebe Internetmenschen gebeten, mir einen vorweihnachtlichen Fünfzeiler zukommen lassen, noch dazu mit einer klaren Themenvorgabe: ein deutscher WM-Fahrer. Oder -Kandidat. Mehr oder weniger realistisch.

Um ehrlich zu sein, hatte ich mit zahlreichen Absagen gerechnet. Mit „Reime sind doof“, „Adventskalender sind doof“, „Du bist doof“, oder anders mit „Ich kann das nicht“ bzw. „Ich will das nicht“. Was völlig ok gewesen wäre, hatte ich auch so kommuniziert. Entweder kam das nicht bei den Angesprochenen an, bzw. nur bei genau zwei von ihnen, oder meine Twitter-, Blog-, wasauchimmer-Filterblase reimt einfach gern.

Binnen kürzester Zeit trudelten 24 Zusagen ein, und ein bisschen konnte ich von Glück sagen, nicht einfach mal auf Verdacht 40 oder 50 Leute angeschrieben zu haben (die Liste war wesentlich länger), von denen ich dann einem beträchtlichen Teil zerknirscht hätte absagen müssen. Jetzt wird’s arg selbstreferenziell, ne? Ich freu mich halt.

Ok, 24 Türchen, hinter jedem befindet sich ein kleines Gedicht, meist ein fünfzeiliges, gelegentlich länger. Oder auch anders. Manche haben sich sehr exakt an die klassische Limerickform gehalten, andere ein bisschen damit gespielt, wieder andere tendierten in Richtung Free Jazz, sozusagen. Wunderbar, herzlichen Dank! Sehet selbst.

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Eine Antwort to “Zum Adventskalender 2013”


  1. […] „angedacht“ hält einen wie immer ganz eigenen Adventskalender für uns bereit. Wie genau der aussieht und was die Idee dahinter ist, erfahrt ihr hier… […]


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