Fünf* Zeilen, die der Fußball schrieb (XLII)

16. Oktober 2013

Der Tanz liegt in seiner Natur:
streichelt schwebend den Ball von de Boer.
Drei perfekte Kontakte
(Ayala verkackte) –
Argentinien: Moll, Holland: Dur.

Die Wege zum Tor: unergründlich.
Die Freude am Kreiseln: fast kindlich.
Der Fußball: betört.
Shay Given: verstört.
Herrn Dabizas ist heute noch schwindlig.**

Zwei Kunstwerke, zeitlos und pur.
Nicht bildend, nicht Literatur.
Grands jetés, Pirouetten
kennt man sonst aus Balletten.
Der Tanz liegt in seiner Natur.

 

* Tja, 15. Und es gäbe noch viel zu sagen.
** Schwieriger Reim für uns Süddeutsche, ne?

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11 Antworten to “Fünf* Zeilen, die der Fußball schrieb (XLII)”

  1. Sascha Says:

    Eine verdiente Würdigung dieses grandiosen Fußballers, der mich oft kopfschüttelnd zurückließ – wie nur konnte er gleichermaßen elegant und effizient spielen? Und warum gelang mir so etwas nicht?

  2. Tery Whenett Says:

    Stark! Man sieht ihn vor dem inneren Auge tanzen…

  3. heinzkamke Says:

    @Sascha:
    Es mag Dich überraschen, aber: Du bist nicht allein. Wir alle wollten es können, und so_ konnte es letztlich keiner.

    @Tery Whenett:
    Danke. Und dabei muss ich zugeben, dass ich ihn abseits des Platzes gar nicht so sehr für einen Tänzer halten würde.

    • Sascha Says:

      Nein, überraschen tut es mich nicht. Es ist und war mir ja durchaus bekannt. Seinerzeit zu wissen, dass dem eben so war, ließ es mich ein Stück weit besser ertragen.

      • heinzkamke Says:

        Wäre Pires beim heuitgen Mittwochskick als Passgeber am Start, würde ich wohl mal versuchen, das Newcastle-Tor zu kopieren. Aber sowas macht der ja nur in Griechenland.

  4. martinkelsch Says:

    Ach Herr Kamke, hätten Sie doch was gesagt. Oft schon wurde mein piresartiges Spiel gelobt. Das hätte sicher alles gut geklappt.

    D.B. ist ja eigentlich weniger fürs Tanzen als fürs Singen und Bass spielen bekannt.


  5. […] Das Beste zum Schluss: Premiumblogger Heinz Kamke mit Fünf(zehn) Zeilen, die der Fußball schrieb. Diesmal: Dennis […]

  6. heinzkamke Says:

    Herr Kelsch, ich hatte sie bisher ja eher in der Sprinterecke vermutet, eventuell mit einem Hauch Schürrle. Nächste Woche dann, vielleicht, falls Sie, Ihrer Polyvalenz geschuldet, nicht anderweitig aushelfen müssen.

    Er singt? Spielt Bass? Das wusste ich nicht, konzentriere mich vielleicht doch zu sehr auf die rein sportlichen Aspekte. Gibt’s da Videos?

    • martinkelsch Says:

      Ich dachte das sei Allgemeingut, vielleicht sehe das aber auch nur ich. Leider nur ein Bild:

      Öhr Kohmkö, die Polyvalohnz fünctioniert auf so vielen Äbenen…. (Anpfiff 18.30 daheim).

  7. Gunnar Says:

    Interessant, mit „Tanzen“ hätte ich Bergkamp gar nicht auf Anhieb assoziiert. Mir kommen da als erstes Tempodribblings in den Sinn.
    Trügt mich meine Erinnerung oder verstehe ich es bloß falsch und deckt „Tanzen“ das auch ab?

  8. heinzkamke Says:

    @martinkelsch:
    Ok, das ist nicht ganz von der Hand zu weisen. War mir aber bisher weder aufgefallen noch begegnet.

    (Schöne Sache, das mit dem Anpfiff. Und dem Ort.)

    @Gunnar:
    Tempodribblings? Bei mir sind es Tore. Immer. Besonders die beiden genannten mit ihren Tanzschritten. Aber auch viele andere, gerne gechippte oder mit wenig Druck geschobene Bälle, die die Leichtigkeit seines Tuns illustrieren.

    Letztlich sind Tanzbewegungen ja etwas sehr Individuelles.


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