Fünf* Zeilen, die der Fußball schrieb (XXIV)

12. Juni 2013

Ganz oben in hiesigen Landen
sind bloß fünfhundert Plätze vorhanden.
Da verdient man viel Geld –
so gerecht ist die Welt!
Nur ein Handwerker hat’s nicht verstanden.

Kommt ein Jungspund mit Scheitel im Haar:
“Du Opfer, das ist ja wohl klar!”
Er erklärt, leicht geflegelt,
dass der Markt sowas regelt.
In Kurzform: “Du Schlosser, ich Star!”

____________

* Zehn, wie so oft. Was im vorliegenden Fall insofern eine kleine Unverschämtheit gegenüber den Mitlesenden ist, als die zweiten fünf nur deshalb zustande kamen, weil ich zugegebenermaßen zweifelte, ob sie, also die Lesenden, also Sie, allein auf Basis der ersten fünf erkennen würden, worum es geht. Umso unverschämter wird die Unverschämtheit, wenn man zudem bedankt, dass die oder der gemeine Lesende in aller Regel mit Tags umzugehen weiß.

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10 Antworten to “Fünf* Zeilen, die der Fußball schrieb (XXIV)”

  1. rebiger Says:

    Ich sähe einmal und meine zweimal: bedankt!

  2. heinzkamke Says:

    Wer Dank säht, wird Dankbarkeit ehrnten!

  3. 1ng0 Says:

    chapeau, herr kamkeau! willste bei mir nicht gleich mitübernehmen? bin irgendwie so leergedichtet und krieg nix mehr raus…

    • heinzkamke Says:

      Der entscheidende Punkt ist doch, Herr 1ng0, dass das, was bei Dir viel zu selten rauskommt, viel zu gut ist, um einen wie auch immer gearteten Rückzug anzutreten.

  4. martinkelsch Says:

    Der kleine Bruder, der zweite Sohn
    für immer der mit dem Telefon
    über dreihundert Spiele
    und Titel ganz viele
    am Arsch geleckt (!), wen juckt das schon?

    • heinzkamke Says:

      Na, mich natürlich, sonst schröbe ich nicht drüber. Gegen das Vergessen!

      • martinkelsch Says:

        Natürlich, Herr Kamke, natürlich. Ich wollte mich keineswegs über das Thema beschweren, sondern vielmehr einen eigenen Beitrag beisteuern, über die Gemeinheit des Schicksals bzw den zaghaften Versuch einer Rehabilitation des R. II. Ein „.“ in Zeile 2, ein „Die“ in Zeile 3 hätten vielleicht geholfen. Makulatur. Zu spät.

      • heinzkamke Says:

        Oh, Herr Kelsch, möglicherweise klang ich zickig. Das lag nicht in meiner Absicht. Sie dürften sich selbstverständlich auch beschweren. Müssten dann aber auch damit rechnen, dass ich aus meiner unweigerlich entstehenden Verteidigungshaltung heraus darauf hinwiese, dass der Karl-Heinz schon der zweite war und der Micha der dritte. Einfach aus Klugschissgründen.

  5. martinkelsch Says:

    Wenn das so ist beschwere ich mich natürlich nicht.
    Ich hatte sogar angedacht, das zu recherchieren, dann aber Mut zur Lücke bewiesen. Auch um des Klangbildes willen.


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