#echtehelden

4. Juni 2013

Mal angenommen, der Torwart der zum gegenwärtigen Zeitpunkt vermutlich besten und mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auch selbstbewusstesten Mannschaft der Welt kassiert bei einer 3:0-Führung ein Gegentor, dem man mit einer Kategorisierung als „Ehrentreffer“ nach Lage der Dinge nicht unrecht täte. Nehmen wir weiter an, dieser Torwart springt dann mit bemerkenswerter Dynamik nach dem durch das Tor kullernden Ball, um ihn auf keinen Fall dem halbherzig heraneilenden trabenden gegnerischen Angreifer zu überlassen, und fragen uns dann, wie wir das interpretieren sollen.

Ist dieser Torwart einfach nur extrem professionell, quasi ein Führungsspieler, der dem Gegner signalisiert, dass man nicht bereit ist, ihn gewähren zu lassen, ein Leader, der den Mitspielern signalisiert, sich mit dem nötigen Ernst zu wehren? Handelt es sich vielleicht um ein Männlichkeitsritual, eine Reviermarkierung, nach dem Motto: „Ich allein entscheide, wann der Ball mein Tor verlässt“?

Oder ist der Torwart vielleicht überhaupt erst derjenige, der dem Gegner unwillentlich deutlich macht, dass er noch nicht verloren hat oder gar ist, vermittelt er mit seinem im Grunde (und in jedem anderen Fall sich nach einem Gegentor auf den Ball hechtender Torleute) lächerlichen Ball- und Zeitgewinn jenen Anflug eines Zitterns, das der kurz zuvor noch am Debakel schnuppernde Gegner erst als Indiz für eine möglicherweise verbliebene Restchance versteht und das den wankelmütigen Mitspieler in seinem bis dato kaum wahrnehmbaren Zweifel bestärkt?

Nein, nein, ich vertrete nicht ernsthaft die Ansicht, Manuel Neuer sei tatsächlich derjenige, der dem VfB mit seiner zur Schau getragenen Balleroberung im DFB-Pokalfinale wieder Leben eingehaucht habe, und auch nicht, dass seine Mitspieler dieses Zeichen irgendwie gebraucht hätten. Ich finde die Aktion nur bemerkenswert. Ist das ein Reflex? Einfach eine Angewohnheit, sozusagen als Antithese zu dem jugendlichen Helden in Brian Glanvilles „Der Torwart ist eben etwas Besonderes“ (einem Buch, das möglicherweise zurecht niemand kennen dürfte, das ich aber, wie das bei jungen Lesern halt so ist, seit vielen Jahren im Herzen Hinterkopf trage), der sich nach allen Regeln der Kunst vor der Schmach zu drücken sucht, einen Ball aus dem Tornetz holen zu müssen?

Wie auch immer: die Stuttgarter kamen in der Tat zurück, vermutlich neuerunabhängig, und in den Schlussminuten waren sie, nachdem ihr mutiger, zielstrebiger und auch, man höre und staune, meines Erachtens taktisch sehr guter Auftritt der ersten 35 Minuten zu Beginn der zweiten Halbzeit innerhalb weniger Minuten durch zwei ungeschickt verteidigte (wenn auch gut vorgetragene) Aktionen der Bayern vermeintlich wertlos geworden war, recht nah dran, zu Helden zu werden.

Ok, meine Wortwahl wäre das wohl nicht, aber wie ich trotz urlaubsbedingter Medienabstinenz zwischenzeitlich erfuhr, hatte sich das Hashtag #heldenwerden allem Anschein nach zumindest bei Twitter durchgesetzt. Eine Art Motto also, das zwar nicht ganz so schwülstig daherkommt wie die Dortmunder #echteliebe, aber gebraucht hätt’s so was meines Erachtens dann auch nicht. Vielleicht könnte man sich ja zusammentun und im Gedenken an die Erste Allgemeine Verunsicherung #echtehelden intonieren. Da wie dort wie dort gilt: Geschmackssache.

Dass der VfB noch einmal aufkommen konnte, lag naturgemäß in erster Linie an der Münchner Überheblichkeit. Den Gedanken, man könne angesichts der deutlichen Führung seinen Torgaranten auswechseln und die, äh, zweite Reihe ausprobieren, hätte ich gerne noch ein wenig härter bestraft gesehen. Daneben möchte ich, bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Zeilen, Bruno Labbadia ein Lob zollen, und das auch noch doppelt: Okazaki brachte (für mich recht überraschend) tatsächlich nicht nur den viel zitierten frischen Wind, sondern auch Gefahr: seine Beteiligung am Anschlusstreffer kam nicht von ungefähr.

Und dass Gotoku Sakai tatsächlich flanken kann, wenn er mal auf links ran darf, wussten wir zwar alle seit der Vorsaison; umso schöner, dass es nun auch dem Trainer zugetragen wurde – und dass er dem Rechnung trug. Bezeichnend dann allerdings auch Sakais Ecke von rechts. Mit rechts. Ins Toraus. Kurz vor Schluss. Im Pokalfinale.

Abseits rein sportlicher Aspekte haben mir die Finalspiele der letzten beiden Samstage eines ungewohnt deutlich vor Augen geführt: Siegerehrungen sind eine großartige Sache!

Nun mag der eine oder die andere entgegnen, dass dem nur so sei, wenn man die siegreiche Mannschaft unterstütze, oder auch, dass dem nicht einmal dann so sei und dass ich ohnehin ziemliche Sülze von mir gebe. Dem kann ich insofern zustimmen, als ich selbst auch kein großes Vergnügen aus der Übertragung von Siegerehrungen ziehe. Eigentlich. Sie haben aber einen sehr angenehmen Nebeneffekt: jene halbe Stunde, die vom Abpfiff bis zum Ende der Siegerehrung gut und gerne vergeht, gibt allen Beteiligten genügend Zeit, ihr Mütchen ein wenig zu kühlen und dann mit der nötigen Souveränität die Nachberichterstattung anzugehen.

Erstes bemerkenswertes Beispiel war für mich in dieser Hinsicht Roman Weidenfeller (die geneigte Leserin weiß vielleicht, dass ich nicht zum engeren Zirkel der Weidenfeller-Sympathisanten zähle) nach dem Champions-League-Finale, und Jürgen Klopp stand ihm darin kaum nach. Völlig überraschend gelang es in der Woche darauf auch einem Protagonisten der hiesigen Abteilung Attacke, Fredi Bobic, dem siegreichen Gegner souverän zu gratulieren und gleichzeitig die starke Leistung der eigenen Mannschaft zu würdigen, dabei sogar ein paar kleine Spitzen zu setzen, ohne aber seinen Freund, den Dampfhammer, auszupacken. Chapeau.

Letztlich waren nach dem Pokalfinale, etwas überraschend, die Siegerinterviews kontroverser, zumindest teilweise. Selbst Philipp Lahm machte zwischen den obligatorischen Streicheleinheiten für seine Frisur dem Interviewpartner erstaunlich deutlich deutlich, dass er keine Lust hatte, sich mit dessen kritischer Analyse zu befassen – wofür ich eine Menge Verständnis habe. Interessant auch, wie scharf Arjen Robben nach wie vor reagiert, wenn er auf die Pfiffe zu Saisonbeginn angesprochen wird. Auch diese offenbar recht tief sitzende Verletztheit verstehe ich sehr gut, obschon ich mir nicht sicher bin, ob es nötig war, den Fans so deutlich ins Stammbuch zu schreiben, dass letztlich nur die Leute für ihn zählen, mit denen er tagtäglich zusammenarbeitet.

Völliges Unverständnis hat indes Karl-Heinz Rummenigges Versuch bei mir ausgelöst, seine hinlänglich dokumentierte 1,8-Promille-Aussage als fehlinterpretiert darzustellen. Kürzlich hatte ich, übrigens auch hier im Einklang mit dem ungewohnt milden (präsidialen?) Fredi Bobic, bereits geschrieben, dass mich jener Satz eher kalt gelassen hat. Rummenigge war im Überschwang, er wollte die Gäste ein bisschen animieren, seine rhetorische Brillanz tat das Übrige, da kommt dann halt auch mal so was raus. Mir recht egal.

Dass er dann aber nicht in der Lage ist, eine Woche später etwas zu sagen wie „Mei, da hab ich mich in meiner Begeisterung ein wenig vergaloppiert, es war halt ein Spruch, nehmen Sie das doch nicht so ernst„, oder meinetwegen auch nur „Ach, jetzt brauchen wir doch nicht die Sprüche von letzter Woche rauskramen„, oder, mein persönlicher Favorit, „Wieso? Wir haben doch Wort gehalten!„, sondern dass er stattdessen ernsthaft versucht, die Zuhörer der Fehlinterpretation zu bezichtigen, empfinde ich als ein wenig beschämend. Ich bitte zu Protokoll zu nehmen, dass ich mir in diesem Moment gewünscht hätte, Franz Beckenbauer an seiner statt am Mikrofon zu sehen.

Zurück zum Spiel? Ach, eher nicht. Es ist alles gesagt. Der VfB stellte sich geschickt an, begann gut, schwächelte dann ein wenig, drohte kurz unterzugehen, rappelte sich auf, brachte die Bayern in Verlegenheit, verlor aber, und ging erhobenen Hauptes vom Feld. Bzw. er tat es nicht, der Enttäuschung wegen, hätte es aber tun können.

Genug. Sähe man sich die gängigen Statistiken an, dürften recht deutliche Ballbesitz-, Ecken- und bestimmt auch Foulwerte zu verzeichnen sein; einzelne weniger weit verbreitete Zahlen finden sich nachfolgend:

Gesprächsminuten mit Manuel Gräfe
1. Bastian Schweinsteiger 31
2. Thorsten Schiffner 12
3. Guido Kleve 11
Mit grimmiger Miene verbrachte Spielminuten
1. Martin Harnik 90
2. Matthias Sammer 55
3. Mario Gomez 29
Direkte Zuspiele zum Gegner
1. Vedad Ibisevic 12 (95 %)
2. Bastian Schweinsteiger 11 (9,5 %)
3. Sven Ulreich 10 (49,5 %)
(Produktive) Kabinettstückchen mit Ball (Gefühlt.)
1. Thomas Müller 7
2. Alexandru Maxim 6
3. Andere 2
Elfmeterreife Vergehen
1. Serdar Tasci 1
2. Ibrahima Traoré 0
3. Jérôme Boateng 0

 

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10 Antworten to “#echtehelden”


  1. Großartig, jetzt hast du mir wieder den Buchtitel geschenkt, der mir so lange entfallen war, danke dafür (ernsthaft)! Auch mir blieben die Versuche des Torhüters im Buch, den Ball nicht aus den Maschen holen zu müssen, derart in Erinnerung, dass ich jahrelang bei einem Torerfolg stärker auf die Reaktion des Torhüters denn auf die des Schützens geachtet habe…;-)

  2. heinzkamke Says:

    @ Christoph Maier:
    Faszinierend, nicht wahr, wie sowas hängen bleiben kann?! Nach wie vor, auch bei mir.

  3. continuation Says:

    Ich glaub‘ der VfB durfte unter Gräfe noch nie gewinnen. Es war klar dass auch im Pokalfinale ausschließlich pro Bayern, wie auch sonst in der Bundesliga, gepfiffen werden wird.

    Die ach so tollen Bauern verpaßten auch keine Gelegenheit bei jedem gegen Sie gepfiffenen unwichtigen Scharmützel im Mittelfeld den Gräfe vollzuquasseln, was dieser dann auch dankend annahm und ständig selbstgefällig in sich hineinlächelte da er den Bauern wieder kostbare Sekunden brachte. Vor allem Müller trat mit seinem Gesprächsbedarf gegenüber Gräfe nachhaltig hervor.

    Überaus offensichtlich wurde dann Gräfes VfB-Antipathie als er meinte quer über das Feld laufen zu müssen um Labbadia zu ermahnen (Wofür eigentlich?); das hätte der „4. Offizielle“ wohl nicht machen können?

    Dieser selbstherrliche DFB wollte einfach sicherstellen dass die ach so tollen Bauern auch ja das Triple gewinnen in der langweiligsten Saison aller Zeiten. Nein, es reicht nicht wenn schon in der Liga nicht gegen die Bauern gepfiffen wird, auch im Pokalfinale müssen sie bevorteilt werden.

    Glaubt jemand allen Ernstes gegen die Bauern wäre in deren Stadion am letzten Spieltag innerhalb von 5 Minuten 2x Elfmeter gepfiffen worden analog zum BVB dieses Jahr? Von den Gesamtstatistiken bei Karten und Elfmetern will ich erst gar nicht anfangen. Die Liga ist tot. Sie weiß es und kann sich dennoch darüber freuen dass das dumpfe Fußballvolk einfach Alles mit sich machen läßt.

    Am Besten sind immer die Bauernfans nach dem Schlusspfiff die meinen der Elfer sei berechtigt gewesen da „5 Minuten davor die Bayern einen Elfer hätten bekommen müssen“, was im Übrigen nicht der Fall ist da Tasci erst den Ball, dann das Bein des Bauernstürmers erwischte. Selbst wenn es sich um eine Fehleinschätzung bei der „ersten Elfersituation“ gehandelt haben sollte, ist dies für den Fortgang der Beschiedsrichterung des Spiels irrelevant. Es handelt sich um Tatsachenentscheidungen. Jede Spielsituation stellt einen abgeschlossenen Sachverhalt dar der unabhängig vom vorherigen Spielgeschehen zu betrachten ist.

    Die Tabelle im nächsten Jahr und in den Folgejahren wird so aussehen:
    1. Bauern 2. BVB 3. S04. 4. Leverkusen. 5.-18. Die anderen mit gebührendem Punkteabstand. Keine spanischen -, jedoch Premierleagueverhältnisse.

    • JP Says:

      Die Frage, ob Bayern ebenso wie der BVB zwei Elfmeter gegen sich bekommen hätte, ist zwar offenkundig rhethorisch gemeint, aber ich gehe dennoch mal darauf ein, da sie einen Zusammenhang zu den zwei potentiellen 11er-Szenen in der 1.Hz des Spiels hat:
      Ja, ich denke, daß die zwei Hoffenheimer 11er auch gegen Bayern gepfiffen worden wären, dafür war speziell der 2. viel zu eindeutig (und es ist wichtig, daß Nr. 2 „100%ig“ ist, der erste kann in solchen Fällen auch mal 80%ig sein).

      Es ist nun mal so, daß es bei Elfmeterentscheidungen nicht nur 0 (nie Elfmeter) und 100% (immer Elfmeter) gibt. Die meisten Situationen liegen irgendwo dazwischen, bei 30, 50, 80%. Und das rechnen SRs selbstverständlich gegeneinander auf, und *das ist auch gut so*. Es geht schließlich darum, als SR unparteiisch zu pfeifen, und das Ergebnis durch die SR-Entscheidungen nicht zu beeinflussen.

      Wenn es auf beiden Seiten eine Ermessenssituation gibt, bei der man 11er pfeifen „kann“, und der SR gibt den 1. für Team A nicht, dann sollte er das beim möglichen Elfmeter für Team B berücksichtigen. Tut der SR das nicht, und pfeift so, wie du das forderst, „vergißt“ er also quasi das, was vorher passiert ist, dann ist er meines Erachtens ein sehr, sehr schlechter SR.

      Und das führt dann auch zu einer anderen Beurteilung des evtl. Fouls an Lahm: es ist richtig, daß man diesen Elfmeter zweifellos nicht geben „muß“, derartige Aktionen werden manchmal gepfiffen, manchmal nicht, im Strafraum etwas seltener als außerhalb. Aber in Kombination mit dem anderen 50% Elfer an Robben führte diese 50%-Situation halt zum im Kontext absolut berechtigten Elfmeter. Traorés Aktion war da einfach nicht besonders clever: wer den Arm so um die Schulter des ballführenden Gegners legt, bettelt halt um den SR-Pfiff, zumal wenn das eigene Team ein paar Minuten vorher noch geschont wurde.

      Die konkreten Aktionen sehe ich auch etwas anders: in der Zeitlupe (der Hintertorkamera) war meines Erachtens eindeutig zu sehen, daß Tasci den Ball uberhaupt nicht erwischt (Robben ist zuerst am Ball), und lediglich Robbens Schienbein ziemlich voll trifft. Der 11er wäre eindeutig korrekt gewesen. Die Fehlentscheidung verständlich, da es aus SR-Perspektive in realgeschwindigkeit halt schwer zu sehen war.
      Ich vermute übrigens, daß die SRs solche Sachen evtl. auch vom 4. SR mitgeiteilt bekommen (der kann doch auf irgendwelchen Bildschirmen Wiederholungen sehen, oder?). Sprich: „War Fehlentscheidung, wenn du bei der nächsten engen Kiste pfeift, wird sich keiner beschweren“. Oder so ähnlich. Spekulation natürlich, aber anders kann ich mir bspw. nicht erklären, daß das SR-Gespann bei BVB-Malaga zwei derart offensichtliche Abseitspositionen vor dem 3:2 durchgehen läßt – es sei denn, ihnen wurde gesagt, daß das 1:2 für Malaga auch Abseits war.

  4. Gunnar Says:

    Wie gewohnt ein vorzüglicher Text, Herr Kamke, aber die Statistiken am Ende übertreffen nochmal alles.
    Danke, danke, danke sehr.

  5. heinzkamke Says:

    @ continuation, JP:
    Ja, macht das ruhig untereinander aus. :)

    • continuation Says:

      Falsch.

      Ein Schiedsrichter hat über zahllose Spielsituationen unparteiisch zu richten, mithin augenblicklich zu entscheiden. Nach einer jeweiligen Entscheidung hat er die Folgende ebenfalls unparteiisch ad hoc zu beurteilen und zu entscheiden und zwar ohne Einbeziehung von anderen Sachverhalten, welche zuvor ja bereits von ihm abgeurteilt wurden und beendet sind.

      Die jeweilig unabhängige Einordnung von abgeschlossenenen Sachverhalten ist die originäre Aufgabe eines Schiedsrichters. Diese ist seinem (Neben-) Beruf als Schiedsrichter begriffsimmanent. Es gibt nach dem Regelwerk keine Kumulativ-/ oder umgangssprachlich „Konzessionsentscheidungen“. Dies ist nur ein Märchen der Medien welches sich der DFB hat aufschwatzen lassen um die Volksseele in Zaum zu halten. Ansonsten könnte man ja nach Spielende jeweils die relevanten spielentscheidenden Situationen miteinander per Videobeweis saldieren, hiermit feststellen zu wessen Ungunsten gepfiffen wurde und diesem Team dann einen Elfer geben weil es benachteiligt wurde. Sinn der Beschiedsrichterung ist es aber gerade derlei Verfahren zu vermeiden, augenblicklich einen just geschehenen Fußballspielsachverhalt zu bewerten und über diesen zu entscheiden.

    • JP Says:

      Ja, da kann man prima streiten :)

      @continuation:
      Ja, ich weiß, daß das nicht in den Regeln steht. In einer idealen Schiri-Welt wäre es auch nicht nötig. Wobei diese Einbeziehung vorhergehender Entscheidungen in der Tat nicht bei allen SRs im gleichem Maß auftritt, und zum Teil auch unbewußt geschieht. Dein Argument, daß man damit die Tatsachenentscheidung angreifbar macht, greift IMHO nicht: die vorhergehende Entscheidung wird ja nicht rückgängig gemacht, sie hat nur evtl. einen Einfluß auf eine jetzt zu treffende nicht eindeutige Ermessensentscheidung.

      Aber letztlich vertreten wir zwei unterschiedliche Ansichten über die ideale Spielleitung eines SRs. Beide Denkweisen haben ihre Gründe, und je nach SR treten auch beide in der Realität auf.

  6. martinkelsch Says:

    um nochmals zu der Torwartsache zurückzukommen:
    aus eigener Erfahrung vermute ich, dass der Torwart grds vom Gegentor genervt ist, unabhängig vom Spielstand. Da hat dann natürlich so ein nassforscher Gegenspieler, der den Ball holen möchte gerade noch gefehlt. Der Torhüter Glanvillescher Prägung kommt mE eher selten vor.

  7. heinzkamke Says:

    @martin:
    Da sind wir dann recht nah an der oben genannten Reviermarkierung, oder?


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