Being Zdravko Kuzmanovich

28. Februar 2011

„Hands! Referee! Hands! Ah ja, er hat’s gesehen. Und diesmal schieße ich, da kann sich der Hajnal auf den Kopf stellen! Der hat bei uns noch kein Freistoßtor geschossen, weiß vermutlich noch nicht mal, wie er die Hand zu heben hat. Äh, was macht denn der Harnik da? Halt! Halt! Das ist mein Freistoß! Meiner! Oh je, der Gebhart aus 20 Metern, das kann ja was werden. Ha, der Goalie pennt. Hopp, Harnik, mach was. Gut so, am Torwart vorbei. Oh je, der Harnik und das leere Tor. Mach jetzt bloß nicht wieder so einen Scheiß wie gegen Freiburg. Goal! Goal! Den Freistoß hätte ich aber auch reingemacht.

[…]

Was macht denn der Gebhart da vorne? Will der einen Corner herausholen, oder wie? Jetzt rennt er auch noch zum Goalie! Oha, den Ball hol ich mir! Mist, wenn mir der verspringt, kann ich nur alt aussehen. Am besten spiele ich ihn direkt zum Hajnal. Äh, wie jetzt? Doppelpass? Und plötzlich nur noch einer vor mir, was ist denn da los? Soll ich jetzt etwa ins Sprintduell gehen, oder wie? Naja, mit der neuen Kurzhaarfrisur, vielleicht wird’s ja was.. nein, doch nicht so recht. Dann halt zum Abschluss kommen. Einfach um die Mauer rum… nein, der stand doch viel zu nah am Ball. Referee! Referee! Äh, da kommt der Hajnal schon wieder, der ist ja gar nicht so langsam, wie sie alle sagen. Hau ihn rein, Vollspann! Oder halt so. Goal! Goal! Aber wenn der 9 Meter weg gewesen wäre, hätte ich auch getroffen.“

Viel mehr konnte ich von dem Spiel des VfB gegen Eintracht Frankfurt aus verschiedenen Gründen, die zunächst gravierender schienen, als sie letztlich glücklicherweise waren, nicht sehen. Und stehe unter dem Eindruck, dass Frankfurt zwar anderthalb gute Chancen hatte – bei der halben reagierte Ulreich gut, bei der ganzen traf Gekas den Pfosten. Ansonsten zeigte sich der VfB entschlossen und siegeswillig, insbesondere in Person von Martin Harnik, setzte die Eintracht früh unter Druck und spielte seine Angriffe gut und konsequent zu Ende. Die Gnade des selektiven Wahrnehmungsfensters?

Andernorts hört man nämlich, der VfB sei gar nicht so deutlich besser gewesen. Er könne sich beim überragenden Ulreich bedanken und habe aus dem Mittelfeld heraus zu viele Chancen zugelassen. Das wird dann wohl so sein. Ist mir aber egal. Drei Punkte. Frankfurt in den Abstiegskampf integriert. Luxusproblem auf der Torhüterposition. Und der neue Teilzeitkapitän muss bestimmt auch noch eine Kiste nach dem Training abdrücken. Alles gut.

Ok, der alte Kapitän ist gesperrt. Mal wieder. Nach dem Platzverweis im Heimspiel gegen Frankfurt hatte ich mich fürchterlich über ihn geärgert. Bei einem Frustplatzverweis in einem bereits entschiedenen Spiel darf man wohl von einer dummen Idee reden. Nach dem Platzverweis gegen die Bayern im Pokal schüttelte ich mit dem Kopf. Ein Frustplatzverweis in einem bereits verlorenen Spiel dürfte als dumme Tat durchgehen. Nach dem erneuten Frankfurter Platzverweis fehlen mir ein wenig die Worte. Aber so richtig gescheit war seine Aktion nicht.

„Tipptopp, der Ulreich!“

 

 

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2 Antworten to “Being Zdravko Kuzmanovich”


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