Posts Tagged ‘1899 Hoffenheim’

Ach Mensch, ich freu mich!

6. August 2009

Jetzt ist es also vorbei. Keine Fußballspiele mehr, bei denen man sich die Fragen nach Sinn, Regelwerk und Aussagekraft stellt. Keine erklärungsbedürftigen Elfmeterschießen mehr (Nein, ich meine nicht den DFB-Pokal, wobei auch da die erste Runde nicht so richtig ernst zu nehmen war – außer für Herrn Andersen, klar), keine Auswechslungen en bloc, keine konkurrierenden Live-Übertragungen aus Schlagmichtot und Hastenichgesehn. Keine Diskussionen mehr um Kaisers Bart So weit wollen wir dann doch nicht gehen.

Die diversen Sonderhefte sind durchgelesen, teilweise bereits etwas abgegriffen, die Neuzugänge wurden, äh, abschließend bewertet, die Printmedien haben ihre Saisonvorschau-Serien zu Ende gebracht und die Abschlusstabelle ermittelt, die Vereinsblogger haben sich selbst und gegenseitig zu den jeweiligen Aussichten befragt, in den „überparteilichen“ Blogs wird die Prognosephase abgeschlossen, Pay-TV-Verträge sind erneuert oder verworfen worden, das ModeratorInnen-wechsle-Dich hat seinen Abschluss gefunden.

Aber irgendwie ist jetzt mal gut.

Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich mich freue, morgen abend Fußball zu sehen. Echten Fußball, um Punkte. Und dann schauen wir einfach mal, wie die Wahrheit aussieht, die da in der kommenden Saison auf dem Platz herumliegt.

Ob Tuchel der bessere Rangnick ist. Wie Hertha künftig Tore schießt. Ob Kuranyi Löw in Erklärungsnöte bringt.  Ob die Eintracht glamourös spielt. Wie Soldo seine neuen Stars integriert (hat).  Ob Feulner sich endlich in der Bundesliga beweist. Wie modern Heynckes ist. Ob Mintal wieder einmal Torschützenkönig wird. Wie Frings gegen die Zeit ankämpft. Ob Schmadtke Kind die Ruhe bewahrt.  Ob Martins die Wolfsburger Torquote verbessert. Wie sehr Bailly fehlt. Ob jemand Gomez stoppen kann. Ob Boateng so auftrumpft wie bei der U21. Welcher Freiburger Nobody beeindruckt. Ob Hoffenheim wieder zaubert. Ob Bochum fünf Jahre am Stück schafft. Was Hleb so gelernt hat in der großen weiten Welt. Fußball eben.

Und ich bin gespannt auf die Analysen in all den großartigen Blogs da draußen, auf spannende Diskussionen, objektive Berichterstattung, gezielte Provokationen und das gelegentliche Bashing des jeweils eigenen Vereins.

Aus Stuttgarter Sicht freue ich mich, da wiederhole ich mich gerne, ganz besonders über den Brustring, in den Hirngabel seinen Fußballcontent ausgelagert hat und wo er derzeit ein enormes Tempo vorlegt. Er hat sich im Übrigen auch dahingehend verdient gemacht, dass er die ihm bekannten VfB-Blogs kurz vorgestellt hat.

Dann lasst jetzt mal die Spiele beginnen.

Schnick Schnack Schnuck

17. Mai 2009

Man kann vermutlich geteilter Meinung darüber sein, ob das letzte Heimspiel der Saison, in dem es für die eigene Mannschaft um sehr viel geht und in dem sie sich erkennbar schwer tut, ein geeigneter Zeitpunkt ist, um allzu viel Aufwand in den Protest gegen Stadionverbote zu investieren.

Das Anliegen selbst ist meines Erachtens durchaus berechtigt, da eine gewisse Willkür mitunter nur schwer zu übersehen ist. Etwas anders sieht die Sache allerdings aus, wenn sich wenige Augenblicke nach Verklingen der Proteste ein armseliges Würstchen bemüßigt fühlt, einen Knallkörper abzufeuern, der auf den Rängen in Kopfhöhe explodiert (wie dumm man sein muss, um besagten Knallkörper aus dem eigenen Fanblock in den eigenen Fanblock zu feuern, lasse ich hier einmal dahingestellt). Wenn es die Redewendung mit dem Bärendienst noch nicht gäbe, müsste man sie hier wohl erfinden. Meine persönliche Meinung ist jedenfalls weiter gefestigt: FÜR Stadionverbote, auf Basis von Verfahren, die sich an rechtsstaatliche Prinzipien halten, gegebenenfalls aber gerne ohne räumliche oder zeitliche Einschränkung.

Es ist kein richtig schönes Gefühl, sich im Stadion alle 30 Sekunden umdrehen zu müssen, weil man befürchtet, der Idiot habe möglicherweise noch mehr Knaller im Köcher. Hätte der VfB gegen Cottbus (2:0), um im Bild zu bleiben, ein fußballerisches Feuerwerk abgebrannt, wäre der Fokus vermutlich rascher wieder auf das Feld gewandert; dem war aber keineswegs so. Obwohl das von allen erhoffte frühe Tor in der 19.Minute tatsächlich fiel, war der Titelkandidat (Hört, hört!) nicht in der Lage, das Spiel danach so zu dominieren, dass der zweite oder dritte Treffer zum Selbstläufer geworden wäre. Vielmehr zeigte man sich nervös, teilweise auch zu lässig (Lanig), und entwickelte vorne zu wenig Gefahr. Dabei bemühte sich die Mannschaft über weite Strecken des Spiels durchaus, die offensichtlich vorgegebene Marschroute, über die Außen zum Erfolg zu kommen, umzusetzen. Besonders Christian Träsch deutete dabei -für mich erstmals- an, dass er auch offensiv in der Lage ist, mehr als nur sporadische Akzente zu setzen.

Es war der starken Defensivzentrale zu verdanken, dass Cottbus selbst kaum gefährlich vor das Tor von Lehmann kam – insbesondere der vor Motivation und Engagement sprühende Boulahrouz und Kapitän Hitzlsperger unterbanden die Cottbusser Bemühungen sehr wirkungsvoll. Lanig mag sich wegen seiner vier gelben Karten im Zweikampf zurückgehalten haben; in München wird man aber nur mit einem starken Sami Khedira bestehen können.

Mitte der zweiten Halbzeit wurde es dann laut auf den Rängen. Und zwar richtig laut. Man hätte meinen können, Bayern und Hertha lägen deutlich zurück und Hannover 96 habe sich doch noch entschlossen, am Spiel gegen Wolfsburg teilzunehmen, und sei nun auf dem besten Weg, die Partie zu drehen. Tatsächlich hatte sich jedoch nur Mario Gomez den Trainingsanzug ausgezogen und stand zur Einwechslung bereit. Wäre ich nicht selbst massiv befallen, würde ich wohl von einer nahezu grotesken Heldenverehrung reden. So aber bleibt festzuhalten, dass Gomez entscheidend dazu beigetragen hat, doch noch rechtzeitig den Sieg zu sichern, und man konnte sich des Eindrucks nicht gänzlich erwehren, dass nicht nur der Stuttgarter Anhang mit der Einwechslung des Heilsbringers jeden Zweifel am Sieg verlor, sondern dass zudem bei den Cottbusser Feldspielern ein gegenteiliger Effekt wirkte.

Der zweite Heilsbringer, Teamchef Markus Babbel, ließ sich nach der endgültigen Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb auch nicht mehr länger bitten, sich erstmals seit dem Meisterschaftsgewinn 2007 (damals auch gegen Cottbus, wobei er selbst, wie in 31 anderen Spielen, nicht zum Einsatz gekommen war) wieder in der Kurve zu zeigen. Sehr nett, übrigens, gerade ihm das nicht ganz überraschende „Zieht den Bayern die Lederhosen aus!“ entgegen zu schleudern.

Nun haben wir also eine Situation, in der vor dem letzten Spieltag von Platz 1 bis 4 zumindest auf dem Papier noch alles möglich ist. Über Chancen, Wahrscheinlichkeiten und Szenarien wird allenthalben spekuliert. Von den letzteren gefallen mir zwei am besten:

  1. Werder und der VfB gewinnen, der Rest ist egal.
  2. Werder führt in Wolfsburg.
    In München treffen sich in der 88. Minute die Herren Hitzlsperger und van Bommel an der Mittellinie und klären nach kurzer Diskussion der Rahmenbedingungen (Best of 5, Best of 7?) mit einer Partie „Schere, Stein, Papier“, welcher Torwart nun das Feld verlassen muss, um den Meistertitel für den VfL Wolfsburg und Felix Magath zu verhindern.
    (Hitzlsperger gewinnt. Hat er in England gelernt.)

Der Haken bei beiden genannten Szenarien ist -abgesehen vom nicht vorhersehbaren Verlauf des VfB-Spiels in München- die Tatsache, dass sie dem SV Werder eine Rolle beimessen, die ihm nur wenige zutrauen. Per Twitter hatte Werderfan @medispolis gemutmaßt, im Falle einer Niederlage in Istanbul müsse sich die Mannschaft in Wolfsburg rehabilitieren, während ich eher auf die Chance gehofft hatte, dass euphorisierte Bremer nach dem Uefa-Cup-Sieg die Wolfsburger trotz Katers wegputzen. Letztlich halte ich aber die Sichtweise eines guten Freundes für die wahrscheinlichste:

„Werder ist am Samstag entweder besoffen oder hat keine Lust mehr.“

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Abschließend noch der Hinweis, dass allem Anschein nach nicht nur verschiedene Mannschaften bereits mit der Saison abgeschlossen haben – auch im Printbereich lässt die Konzentration nach: laut der Sonntagsausgabe der Stuttgarter Zeitung soll in der kommenden Saison Eduard Geyer die VfB-Amateure trainieren, und bei der FAS meint man gar, im Hoffenheimer Tor habe Dieter Hildebrandt gestanden.

Stuttgart 5 – Marseille 1

15. April 2009

Wie bereits in der Vorwoche angekündigt, konnte ich das sonntägliche VfB-Spiel gegen den HSV nicht im Neckarstadion verfolgen. Da zudem mein bester Freund beschloss, seinen Geburtstagsumtrunk für den späten Nachmittag anzusetzen, fand auch die Bildberichterstattung sowohl live als auch zeitnah ohne mich statt.

So habe ich mir also im Nachhinein das Liveblogging von dogfood und Oliver Fritsch angesehen, die ausführliche Analyse bei der Hirngabel und das etwas knappere Gegenstück bei Frau Pleitegeiger studiert, den einen oder anderen Zeitungsartikel gelesen, einige Telefonate geführt, die Statistik im ZDF-Videotext ausgewertet und gestern zu guter Letzt noch die Premiere-Zusammenfassung angeschaut.

Fazit: Glücklicher Sieg, nicht unverdient.
Und irgendwie passend zur Stuttgarter Entwicklung der letzten Wochen.

Der fünfte Platz ist erst einmal gefestigt. Ich bin mir mittlerweile ziemlich sicher, dass der VfB Hoffenheim in Schach halten und Hertha noch überholen wird (die Wahrscheinlichkeitslehre lassen wir hier einmal außen vor); dies ließe mit Blick auf die Qualifikation für den Wettberwerb formerly known as Uefa-Cup ein wenig Luft für den nicht ganz unrealistischen Fall, dass Schalke und Dortmund nicht locker lassen und einer der beiden den VfB noch abfängt. Nach oben will ich derzeit keine Spekulationen anstellen.

Rang 5 reicht wohl noch nicht für eine Nennung in der Aprilausgabe des Europäischen Fußballradars. Ist aber nicht so wild – wenn ich den VfB guten Gewissens im Mai platzieren kann, wäre mir das viel lieber…

Platz 1 in der Ligue 1 sollte hingegen eine Nennung rechtfertigen, und den hat seit Ostern l’OM inne: nach einem klaren Sieg gegen Grenoble (via @droitauBut) und dem anschließenden Punktverlust von Serienmeister Lyon hat man im Vélodrome gefeiert:

Singt man das eigentlich noch?
Lyonnais, [...],
sur la Cane-Cane-Cane-Canebière.

Gebhart gefällt.

5. April 2009

Das hat doch ganz gut geklappt gestern: 2-1 in Bochum, was will man mehr? Ok, man könnte sich noch ein paar Punktverluste bei der Konkurrenz wünschen. Ach so, das hat ja auch geklappt.

Mit Konkurrenz meine ich natürlich primär Hoffenheim, und wohl auch Schalke (Nachtrag: da hab ich doch glatt Leverkusen vergessen), die uns allerdings den Gefallen nicht getan haben. Wenn jedoch Hertha und die Bayern die gestrige Leistung konservieren, dürften sie ebenfalls noch Konkurrenz für den VfB werden. Könnte ich mich mit anfreunden.

Zum Spiel an sich und der späten Entscheidung habe ich nicht allzu viel zu sagen. Zu sicher war ich mir während der gesamten Dauer – Minute 85 bis 88 einmal ausgenommen, da kam dann doch etwas Nervosität auf -, dass der VfB den Platz als Sieger verlassen würde, um hier und jetzt auf Spannung, Zittern und Erlösung zu machen. Sicher, die nackten Zahlen sprechen eine andere Sprache, und Dabrowskis Chancen in Halbzeit zwei hätten mich durchaus vom hohen Ross herunter holen können; dennoch, es gibt einfach diese Tage, an denen man weiß zu wissen glaubt, dass alles gut gehen muss, und an denen das dann auch zutrifft.

Lehmanns Patzer ließ mich daher auch recht kalt – zumal so etwas wohl das ewige Leid der Torhüter ist, die im illustren Kreis der Nationalmannschaft gehandelt werden (von wem auch immer). Wir werden ihn also ein weiteres Jahr im Neckarstadion für starke Paraden bewundern, sein Stellungsspiel und seine Professionalität preisen, einige wenige dicke Patzer belächeln oder verfluchen, über sein Verhalten gegenüber Spielern, Schiedsrichtern und Fans den Kopf schütteln, und uns doch immer wieder überraschen lassen – so wie gestern, als dem Gegentreffer eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters vorausging, die er erstaunlich souverän abtat:  „Dass das Tor nach einer unberechtigten Ecke fiel ist ärgerlich, aber der Schiedsrichter konnte das Handspiel zuvor nicht sehen, da ihm zwei Spieler im Weg standen.“ Ich freu mich drauf, ungeachtet früherer Hinweise, dass ich ihm nicht allzu viele Tränen nachweinen würde.

Die zwei positivsten Erscheinungen im gestrigen Spiel waren für mich Martin Lanig und Timo Gebhart. Lanig machte sehr deutlich, dass er, wie schon verschiedentlich angeklungen, eben kein Spieler für die Außenbahn ist, sondern einer für die Zentrale. Natürlich spielt er ganz anders als Khedira, an dessen Potenzial er wohl kaum heranreicht, und sicherlich haben die Bochumer die Stuttgarter Doppelsechs nicht über die Maßen gefordert; gerade in der Vorwärtsbewegung zeigte er jedoch einige schöne Aktionen, die ich ihm in dieser Zielstrebigkeit nicht zugetraut hatte. Dass er zudem, seiner Frisur zum Trotz, sehr kopfballstark ist, hatte er schon verschiedentlich unter Beweis gestellt; gestern war diese Kopfballstärke dank seiner beiden Vorlagen letztlich spielentscheidend.

Timo Gebhart verlor zwar auch in Bochum wieder den einen oder anderen Ball in vermeintlich unnötigen Dribblings. Gerade diese teilweise überraschenden Einzelaktionen sind es aber, die dem VfB ein Element und eine Qualität verleihen, die in den vergangenen Jahren oftmals schmerzlich vermisst wurden. Vielversprechende Dribblings in hohem Tempo bringen in der Bundesliga nur sehr wenige Spieler zustande, und auch wenn ich jetzt nicht schreiben will, an wen mich seine Aktionen erinnert haben, kann ich doch sagen, dass er in meiner Wertschätzung in den letzten Wochen enorm gestiegen ist. Ganz besonders habe ich mich zudem über seine beiden schnell ausgeführten Freistöße in der zweiten Halbzeit gefreut, auch wenn die anschließenden Aktionen von Gomez und Magnin nicht zum Ziel führten. Der junge Mann legte eine Gedanken- und Handlungsschnelligkeit an den Tag, die dem mitunter zu statischen Offensivspiel unserer Mannschaft nur gut tun kann. Natürlich lässt sich im Nachhinein darüber streiten, ob eine Freistoßsituation in zentraler Position und guter Distanz mit Ruhe und Bedacht besser gelöst werden könnte; der Gedanke, Hitzlsperger bei einem weiteren Schlenzversuch zusehen zu müssen, der in der Mauer sein jähes Ende gefunden hätte, lässt diese Zweifel jedoch rasch verblassen.

Alles in allem bleibt ein in der Enstehung zwar glücklicher, vom Spielverlauf her jedoch klar verdienter Sieg (Chapeau für Marcel Maltritz’ Interview direkt nach dem Spiel!), der dafür gesorgt hat, dass der VfB es nun erstmals selbst in der Hand hat, den Platz im internationalen Geschäft zu sichern. Zu diesem Zweck wäre ein Erfolg gegen den HSV am Ostersonntag ganz hilfreich. Ich selbst werde leider nicht im Stadion sein können; dafür kam in der vergangenen Woche die Karte für das Saisonfinale in München, und meine Hoffnung, dass es dort etwas zu feiern gibt, ist am Wochenende zumindest nicht kleiner geworden.

Aktuelle Tipps

30. März 2009

Tipp Nr. 1: zeitnah kommunizieren

Tipp Nr. 2: Europäisches Fußballradar

Ich für meinen Teil habe mich leider nicht an Tipp Nr. 1 gehalten und bin deshalb jetzt der Nachzügler, der mit deutlicher Verspätung auf probeks wunderbare Initiative „Europäisches Fußballradar“ hinweist.

Dem Initiator ist es gelungen, die erste wirklich objektive und für alle Zukunft den Monat März verbindliche europäische Fußballclubrangliste erstellen zu lassen, indem er deutschsprachige Fußballblogger (w/m) um ihr Votum zum aktuellen Leistungsstand der üblichen Verdächtigen (oder jedes anderen Teams) bat. Ein ausgeklügelter Berechnungsmodus lieferte schließlich eine Tabelle, die noch nicht allzu viele Überraschungen mit sich brachte:

ManUnited vor Liverpool, Barca, Chelsea und den Bayern stellen eine Spitzengruppe dar, die man möglicherweise auch Marcel Reif zugetraut hätte. Wenngleich der Kreis der absoluten Spitzenteams vermutlich auch künftig eher wenige Überraschungen mit sich bringen dürfte, kann ich mir doch gut vorstellen, dass sich die beteiligten Blogger nach einer ersten vorsichtigen (will sagen: nahe am Mainstream befindlichen) Bewertung in den kommenden Monaten etwas stärker in die Sache vertiefen und gegebenenfalls auch mal überragende Leistungen in der Ligue 1 oder in der tipp3-Bundesliga powered by T-Mobile Scottish Premier League mit einer hohen Punktzahl belohnen. Ich freu mich auf jeden Fall schon auf probeks nächste Aufforderung zur Stimmabgabe und werde gleich zur Vorbereitung auf die Aprilausgabe die aktuellen Entwicklungen in der Turkcell Süper Lig recherchieren, die in der detaillierten Auflistung der Märzabstimmung ein Schattendasein fristet.

Tipp Nr. 3: Wolfsburg wird Meister

Bevor ich mich mit dem Uefa-Ausland befasse, will ich es jedoch nicht versäumen, Vollzug zu melden: nachdem ich mich neulich bei Catenaccio in den Kommentaren zu einer Tabellenprognose hinreißen ließ, habe ich die restlichen Spieltage nun komplett durchgetippt und bin zum bereits vorhergesagten Ergebnis gelangt, was mich angesichts dessen, dass ich tatsächlich nicht bewusst getrickst habe, doch etwas überrascht: Wolfsburg wird demnach in der Tat Meister, vor den Bayern, die’s am vorletzten Spieltag in Hoffenheim vergurken. Der HSV darf in die CL-Quali, und Hertha sowie -völlig überraschend- der VfB spielen im Uefa-Cup. Etwas unerwartet hat sich indes die Abstiegsfrage entwickelt:

tipptabelle_20090329

Tipp Nr. 4: nicht zu weit aus dem Fenster lehnen

Tja, allem Anschein nach habe ich nun auch gegen Tipp Nr. 4 verstoßen und freue mich darauf, diese Prognose am 23. Mai um die Ohren gehauen zu bekommen.