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	<title>Kommentare zu: Wahlrecht, Legitimation, Verantwortung</title>
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	<description>weiter bin ich noch nicht</description>
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		<title>Von: Gregor Keuschnig</title>
		<link>http://angedacht.wordpress.com/2009/06/09/wahlrecht-legitimation-verantwortung/#comment-654</link>
		<dc:creator>Gregor Keuschnig</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jun 2009 14:51:36 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://angedacht.wordpress.com/?p=1289#comment-654</guid>
		<description>@erz
Europäische Parteien kann es in nationalstatsslichen Strukturen nicht geben. Entweder man entschliesst sich, einen Bundesstaat Europa zu implementieren oder man beschränkt die EU als etwas gross angelegten Binnenmarkt. Dieses Einerseits-Andererseits funktioniert auf Dauer nicht. Man geriert sich als Europäer, wenn aber die Arbeitsplätze in D oder Portugal auf&#039;s Spiel stehen, dann engagiert man sich für D. So wird das nichts.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@erz<br />
Europäische Parteien kann es in nationalstatsslichen Strukturen nicht geben. Entweder man entschliesst sich, einen Bundesstaat Europa zu implementieren oder man beschränkt die EU als etwas gross angelegten Binnenmarkt. Dieses Einerseits-Andererseits funktioniert auf Dauer nicht. Man geriert sich als Europäer, wenn aber die Arbeitsplätze in D oder Portugal auf&#8217;s Spiel stehen, dann engagiert man sich für D. So wird das nichts.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: heinzkamke</title>
		<link>http://angedacht.wordpress.com/2009/06/09/wahlrecht-legitimation-verantwortung/#comment-653</link>
		<dc:creator>heinzkamke</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jun 2009 14:28:13 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://angedacht.wordpress.com/?p=1289#comment-653</guid>
		<description>@Gregor Keuschnig:
Sicher kein verkehrter Gedanke zur Strategie von Frau Nahles und anderen, wobei zu befürchten ist (aus deren Sicht), dass eine linkere SPD in erster Linie der Linken, also dem potenziellen Koalitionspartner, Wähler entzieht.

Im Übrigen wäre Frau Merkel ohne die (natürlich ein wenig zum Wahlmythos aufgebauschte) &quot;Jahrhundertflut&quot; vermutlich nur schwer in der Lage gewesen, Stoiber &quot;vor die Wand laufen&quot; zu lassen, aber das nur am Rande.

@erz:
Vermutlich kann die Piratenpartei angesichts der selbst gewählten inhaltlichen Beschränkung noch keine europäische Partei relevanter Größe sein. Sie hat aber (sich selbst oder anderen) Ansätze für eben diesen transnationalen Weg aufgezeigt. Offen ist meines Erachtens, ob eine ähnliche Mobilisierung auch themenübergreifend, d.h. für breiter aufgestellte Gruppierungen, möglich ist, oder ob der Weg zur relevanten transnationalen Partei sogar der sein muss, sich aus der Nische heraus zu verbreitern. 
(Womit wir bei den zuletzt mehrfach gehörten Parallelen zwischen Piraten und Grünen wären, die ich nicht weiter strapazieren möchte.)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Gregor Keuschnig:<br />
Sicher kein verkehrter Gedanke zur Strategie von Frau Nahles und anderen, wobei zu befürchten ist (aus deren Sicht), dass eine linkere SPD in erster Linie der Linken, also dem potenziellen Koalitionspartner, Wähler entzieht.</p>
<p>Im Übrigen wäre Frau Merkel ohne die (natürlich ein wenig zum Wahlmythos aufgebauschte) &#8222;Jahrhundertflut&#8220; vermutlich nur schwer in der Lage gewesen, Stoiber &#8222;vor die Wand laufen&#8220; zu lassen, aber das nur am Rande.</p>
<p>@erz:<br />
Vermutlich kann die Piratenpartei angesichts der selbst gewählten inhaltlichen Beschränkung noch keine europäische Partei relevanter Größe sein. Sie hat aber (sich selbst oder anderen) Ansätze für eben diesen transnationalen Weg aufgezeigt. Offen ist meines Erachtens, ob eine ähnliche Mobilisierung auch themenübergreifend, d.h. für breiter aufgestellte Gruppierungen, möglich ist, oder ob der Weg zur relevanten transnationalen Partei sogar der sein muss, sich aus der Nische heraus zu verbreitern.<br />
(Womit wir bei den zuletzt mehrfach gehörten Parallelen zwischen Piraten und Grünen wären, die ich nicht weiter strapazieren möchte.)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: erz</title>
		<link>http://angedacht.wordpress.com/2009/06/09/wahlrecht-legitimation-verantwortung/#comment-652</link>
		<dc:creator>erz</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jun 2009 13:46:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://angedacht.wordpress.com/?p=1289#comment-652</guid>
		<description>Grundsätzlich würde es vor allem der EU (auch als grundsätzliches Leitmotiv für eine identitätsstiftende Körperschaft) sicherlich gut tun, wenn es &quot;echt europäische&quot; Parteien gäbe. Dann können sich womöglich mehr Leute als Europäer fühlen, die in ihrem Nationalstaat keine befriedigende Identität finden. Und Europaskeptiker fänden endlich ein klareres Bild, an dem sich Zustimmung und Ablehnung einer europäischen Identität entzünden können.

Ich hoffe ich tue der Piratenpartei nicht Unrecht, wenn ich aus einem recht unspezifisch informierten Standpunkt aus urteile - sie ist in ihrer Programmatik zu unreif, um schon der Weisheit letzter Schluss zu sein. Aber die Tatsache ihres Erfolgs sehe ich als Indikator für das Entstehen neuer gesellschaftlicher Strömungen, die sich womöglich zu einer Bewegung entwickeln. Und weil diese dank ihrer globalen Vernetzung (im wahrsten Sinne des Wortes) sich weitaus weniger anhand nationaler Charakteristika definieren muss, sehe ich für die Zukunft tatsächlich ein sehr gute Chance für eine transnationale Partei.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Grundsätzlich würde es vor allem der EU (auch als grundsätzliches Leitmotiv für eine identitätsstiftende Körperschaft) sicherlich gut tun, wenn es &#8222;echt europäische&#8220; Parteien gäbe. Dann können sich womöglich mehr Leute als Europäer fühlen, die in ihrem Nationalstaat keine befriedigende Identität finden. Und Europaskeptiker fänden endlich ein klareres Bild, an dem sich Zustimmung und Ablehnung einer europäischen Identität entzünden können.</p>
<p>Ich hoffe ich tue der Piratenpartei nicht Unrecht, wenn ich aus einem recht unspezifisch informierten Standpunkt aus urteile &#8211; sie ist in ihrer Programmatik zu unreif, um schon der Weisheit letzter Schluss zu sein. Aber die Tatsache ihres Erfolgs sehe ich als Indikator für das Entstehen neuer gesellschaftlicher Strömungen, die sich womöglich zu einer Bewegung entwickeln. Und weil diese dank ihrer globalen Vernetzung (im wahrsten Sinne des Wortes) sich weitaus weniger anhand nationaler Charakteristika definieren muss, sehe ich für die Zukunft tatsächlich ein sehr gute Chance für eine transnationale Partei.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: heinzkamke</title>
		<link>http://angedacht.wordpress.com/2009/06/09/wahlrecht-legitimation-verantwortung/#comment-650</link>
		<dc:creator>heinzkamke</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jun 2009 13:07:06 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://angedacht.wordpress.com/?p=1289#comment-650</guid>
		<description>@erz:
Würde demnach eine Partei, die sich explizit (vielleicht auch ausschließlich) auf europäischer Ebene engagiert und nationalstaatliche Erwägungen in ihrer Programmatik weitgehend ausschaltet, einen
a) sinnvollen
b) erfolgversprechenden
c) realisierbaren
Ansatz darstellen? 

(Ein Stück weit könnte sich die Piratenpartei ja in diese Weise entwickeln, wenn auch mit engem Fokus und -wiederum- der Abhängigkeit von unterschiedlicher nationaler Gesetzgebung.)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@erz:<br />
Würde demnach eine Partei, die sich explizit (vielleicht auch ausschließlich) auf europäischer Ebene engagiert und nationalstaatliche Erwägungen in ihrer Programmatik weitgehend ausschaltet, einen<br />
a) sinnvollen<br />
b) erfolgversprechenden<br />
c) realisierbaren<br />
Ansatz darstellen? </p>
<p>(Ein Stück weit könnte sich die Piratenpartei ja in diese Weise entwickeln, wenn auch mit engem Fokus und -wiederum- der Abhängigkeit von unterschiedlicher nationaler Gesetzgebung.)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Gregor Keuschnig</title>
		<link>http://angedacht.wordpress.com/2009/06/09/wahlrecht-legitimation-verantwortung/#comment-649</link>
		<dc:creator>Gregor Keuschnig</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jun 2009 12:53:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://angedacht.wordpress.com/?p=1289#comment-649</guid>
		<description>@erz
Angenommen, Sie sind eigentlich ein CDU-Anhänger, so fühlen Sie sich aufgrund der Konstellation der EVP im EP nicht wohl bei dem Gedanken, die CDU zu wählen (was ich verstehen könnte), weil Sie zu starke Infiltrationen anderer Parteien befürchten. Tatsächlich ist die EVP-Fraktion ja wesentlich flügelhaftiger als es die Sozialisten. Als CDU-Wähler hielt ich da gar nicht für schlimm - ich suche mir dann eben eine andere Partei, die in ihrer &quot;Fraktionsgemeinschaft&quot; besser herauskommt (vielleicht rühren daher die vielen Stimmen für die FDP). 

Ich glaube, dass mittelfristig das Modell der &quot;Volkspartei&quot;, die verschiedene Strömungen auf essentielle Gemeinsamkeiten hin bündelt, auslaufen wird. Im &quot;linken&quot; Lager in Deutschland kann man das sehen. Den Exedus der Grünen hat die SPD auch erst nach rd. 16 Jahren verkraftet - um ihn dann binnen weniger Jahre wieder in einen anderen Exedus münden zu lassen. Die CDU hat es da noch ein bisschen besser, obwohl sie auf Dauer auch nicht mehr im Bund über 36-38% kommen dürfte. Die Klientelparteien werden somit wichtiger. Die Bundestagswahl im Herbst dient dazu, die Schröderianer in der SPD vor die Wand laufen zu lassen (wie weiland Kohl Strauß und Merkel Stoiber scheitern liessen). Danach übernehmen die Linken in der SPD (Wowereit, Nahles) die Macht und versuchen 2013 eine ror-rot-grüne Mehrheit.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@erz<br />
Angenommen, Sie sind eigentlich ein CDU-Anhänger, so fühlen Sie sich aufgrund der Konstellation der EVP im EP nicht wohl bei dem Gedanken, die CDU zu wählen (was ich verstehen könnte), weil Sie zu starke Infiltrationen anderer Parteien befürchten. Tatsächlich ist die EVP-Fraktion ja wesentlich flügelhaftiger als es die Sozialisten. Als CDU-Wähler hielt ich da gar nicht für schlimm &#8211; ich suche mir dann eben eine andere Partei, die in ihrer &#8222;Fraktionsgemeinschaft&#8220; besser herauskommt (vielleicht rühren daher die vielen Stimmen für die FDP). </p>
<p>Ich glaube, dass mittelfristig das Modell der &#8222;Volkspartei&#8220;, die verschiedene Strömungen auf essentielle Gemeinsamkeiten hin bündelt, auslaufen wird. Im &#8222;linken&#8220; Lager in Deutschland kann man das sehen. Den Exedus der Grünen hat die SPD auch erst nach rd. 16 Jahren verkraftet &#8211; um ihn dann binnen weniger Jahre wieder in einen anderen Exedus münden zu lassen. Die CDU hat es da noch ein bisschen besser, obwohl sie auf Dauer auch nicht mehr im Bund über 36-38% kommen dürfte. Die Klientelparteien werden somit wichtiger. Die Bundestagswahl im Herbst dient dazu, die Schröderianer in der SPD vor die Wand laufen zu lassen (wie weiland Kohl Strauß und Merkel Stoiber scheitern liessen). Danach übernehmen die Linken in der SPD (Wowereit, Nahles) die Macht und versuchen 2013 eine ror-rot-grüne Mehrheit.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: erz</title>
		<link>http://angedacht.wordpress.com/2009/06/09/wahlrecht-legitimation-verantwortung/#comment-648</link>
		<dc:creator>erz</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jun 2009 12:44:08 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://angedacht.wordpress.com/?p=1289#comment-648</guid>
		<description>Das Problem der Flügel haben Sie ganz richtig erkannt, allerdings hat es auch einen gewissen Charme, wenn tatsächlich verschiedene Lebensentwürfe als gesellschaftlich prägendes Element von den Parteien eingegliedert wird - die Alternative dazu wäre ja, dass viel mehr Bevölkerungsgruppen überhaupt nicht repräsentiert sind. (Hierzu möchte ich übrigens gerne auf die zur Bewegung erwachsenden Netizens in meinem anderen Artikel zur EUwahl hinweisen)

Auf der Ebene der EU hat dieser Zusammenschluss von Weltanschauungen allerdings insofern eine andere Qualität, als ich bei der SPD zum Beispiel wissen kann, dass ich den Seeheimer Kreis mitwähle. Aber die Seeheimer bekennen sich im Gegenzug ja auch zur SPD und wirken an der Identität der Partei mit. 

Wenn ich nun die CDU ins Europaparlament wähle, wähle ich zwar nicht Berlusconis Gesellen, aber ich bekomme auch nicht die Vertretung meiner Weltanschauung (so ich sie denn als durch die CDU repräsentiert fühle) im EUparlament, weil dort gar keine CDU existiert, sondern eine neue Partei, deren Identität eben von Berlusconi sehr stark mitgeprägt wird. Das ist für mich keine Repräsentation meines Willens mehr. Berlusconi wirkt schließlich nicht an der Gesinnung der CDU mit, mit der ich als Wähler mich identifiziere aber gegen Berlusconis Einfluss kann ich gar nicht stimmen.

(man möge bitte keinen Rückschluss auf meine politische Präferenz aus den Beispielen entnehmen, sie dienen nur zur Verdeutlichung des Problems)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Problem der Flügel haben Sie ganz richtig erkannt, allerdings hat es auch einen gewissen Charme, wenn tatsächlich verschiedene Lebensentwürfe als gesellschaftlich prägendes Element von den Parteien eingegliedert wird &#8211; die Alternative dazu wäre ja, dass viel mehr Bevölkerungsgruppen überhaupt nicht repräsentiert sind. (Hierzu möchte ich übrigens gerne auf die zur Bewegung erwachsenden Netizens in meinem anderen Artikel zur EUwahl hinweisen)</p>
<p>Auf der Ebene der EU hat dieser Zusammenschluss von Weltanschauungen allerdings insofern eine andere Qualität, als ich bei der SPD zum Beispiel wissen kann, dass ich den Seeheimer Kreis mitwähle. Aber die Seeheimer bekennen sich im Gegenzug ja auch zur SPD und wirken an der Identität der Partei mit. </p>
<p>Wenn ich nun die CDU ins Europaparlament wähle, wähle ich zwar nicht Berlusconis Gesellen, aber ich bekomme auch nicht die Vertretung meiner Weltanschauung (so ich sie denn als durch die CDU repräsentiert fühle) im EUparlament, weil dort gar keine CDU existiert, sondern eine neue Partei, deren Identität eben von Berlusconi sehr stark mitgeprägt wird. Das ist für mich keine Repräsentation meines Willens mehr. Berlusconi wirkt schließlich nicht an der Gesinnung der CDU mit, mit der ich als Wähler mich identifiziere aber gegen Berlusconis Einfluss kann ich gar nicht stimmen.</p>
<p>(man möge bitte keinen Rückschluss auf meine politische Präferenz aus den Beispielen entnehmen, sie dienen nur zur Verdeutlichung des Problems)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Gregor Keuschnig</title>
		<link>http://angedacht.wordpress.com/2009/06/09/wahlrecht-legitimation-verantwortung/#comment-647</link>
		<dc:creator>Gregor Keuschnig</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jun 2009 12:19:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://angedacht.wordpress.com/?p=1289#comment-647</guid>
		<description>@erz
Auch jemand wie Möllers (Sie schreiben ja auch, dass nahezu alle Demokratiedefizite in der EU entdecken) greift die Institutionen in der EU an, die tatsächlich teilweise nicht demokratisch legitimiert sind.

heinzkamke ist zuzustimmen, dass dann gerade deswegen das Organ, welches legitimiert wird, gestärkt werden sollte (mindestens durch Teilnahme an der Wahl). Ich gebe zu, dass ich mich schwer getan habe zu wählen und habe - bewusst - meine Stimme an eine kleine Partei &quot;verschenkt&quot;.

Ich glaube, dass selbst eine Wahlbeteiligung von (hypothetisch angenommenen) 5% die Politiker nicht sonderlich aus der Ruhe bringen würde. Man muss es so platt sagen: Sie haben seit Jahren vergessen, die Menschen &quot;mitzunehmen&quot; auf dem Zug nach Europa; teilweise durch falsche Versprechungen, Irreführungen und Spitzfindigkeiten.

Gerne konzidiere ich, dass ich vielleicht zunächst auf Ihre Polemik zu scharf reagiert hatte. Mir sind Übertreibungen zuwider, weil sie die eigentliche Diskussion verunmöglichen (bspw. halte ich diese &quot;Stasi 2.0&quot;-Buttons in Blogs für letztlich indiskutabel). Man kann, ja muss hunderte Einwände gegen die EU haben, aber man sollte keine falschen Einwände konstruieren; daher meine Reaktion. Die Tatsache, dass ich , wenn ich die deutsche CDU wähle, Berlusconis Gesellen ins EP wähle, stimmt übrigens nur indirekt. Das problem habe ich aber auch im Inaldn: Eine Stimme für die SPD ist für Steinbrück &lt;b&gt;und&lt;/b&gt; Nahles. Darin liegt übrigens der Charme der kleinen Parteien: Sie haben weniger bzw. nicht so weit auseinanderdriftende Flügel.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@erz<br />
Auch jemand wie Möllers (Sie schreiben ja auch, dass nahezu alle Demokratiedefizite in der EU entdecken) greift die Institutionen in der EU an, die tatsächlich teilweise nicht demokratisch legitimiert sind.</p>
<p>heinzkamke ist zuzustimmen, dass dann gerade deswegen das Organ, welches legitimiert wird, gestärkt werden sollte (mindestens durch Teilnahme an der Wahl). Ich gebe zu, dass ich mich schwer getan habe zu wählen und habe &#8211; bewusst &#8211; meine Stimme an eine kleine Partei &#8222;verschenkt&#8220;.</p>
<p>Ich glaube, dass selbst eine Wahlbeteiligung von (hypothetisch angenommenen) 5% die Politiker nicht sonderlich aus der Ruhe bringen würde. Man muss es so platt sagen: Sie haben seit Jahren vergessen, die Menschen &#8222;mitzunehmen&#8220; auf dem Zug nach Europa; teilweise durch falsche Versprechungen, Irreführungen und Spitzfindigkeiten.</p>
<p>Gerne konzidiere ich, dass ich vielleicht zunächst auf Ihre Polemik zu scharf reagiert hatte. Mir sind Übertreibungen zuwider, weil sie die eigentliche Diskussion verunmöglichen (bspw. halte ich diese &#8222;Stasi 2.0&#8243;-Buttons in Blogs für letztlich indiskutabel). Man kann, ja muss hunderte Einwände gegen die EU haben, aber man sollte keine falschen Einwände konstruieren; daher meine Reaktion. Die Tatsache, dass ich , wenn ich die deutsche CDU wähle, Berlusconis Gesellen ins EP wähle, stimmt übrigens nur indirekt. Das problem habe ich aber auch im Inaldn: Eine Stimme für die SPD ist für Steinbrück <b>und</b> Nahles. Darin liegt übrigens der Charme der kleinen Parteien: Sie haben weniger bzw. nicht so weit auseinanderdriftende Flügel.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: erz</title>
		<link>http://angedacht.wordpress.com/2009/06/09/wahlrecht-legitimation-verantwortung/#comment-645</link>
		<dc:creator>erz</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jun 2009 12:07:35 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://angedacht.wordpress.com/?p=1289#comment-645</guid>
		<description>@Gregor Keuschnig
Ich gebe gerne zu, dass es in höchstem Maße plakativ und polemisierend ist, die Wahl als &quot;undemokratisch&quot; zu bezeichnen. Natürlich ist diese Wahl nicht demokratiefrei, immerhin genügt sie ja den Ansprüchen, die Sie sehr zutreffend angeführt haben. Ich wollte damit nur das Argument beginnen, die Wahl des Parlaments entspreche nicht vollständig einem sehr strikten Anspruch an demokratische Legitimation.

Immerhin hat doch diese kleine Polemik dazu geführt, dass wir das Augenmerk auf die mangelnde demokratische Legitimation der EU gerichtet haben, von der ich glaube, dass sie eine Facette der Europaskepsis vieler Bürger erklärt - gerade derjenigen, die sich &lt;em&gt;nicht&lt;/em&gt; explizit mit Politik beschäftigen, sondern ein dumpfes Gefühl des &quot;die machen doch eh, was sie wollen&quot; spüren.

Und danke für den Hinweis, ich habe daraus gleich ein Abonnement für meinen Feedreader abgeleitet. Wenn Sie mögen werden wir uns sicher noch öfter streiten ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Gregor Keuschnig<br />
Ich gebe gerne zu, dass es in höchstem Maße plakativ und polemisierend ist, die Wahl als &#8222;undemokratisch&#8220; zu bezeichnen. Natürlich ist diese Wahl nicht demokratiefrei, immerhin genügt sie ja den Ansprüchen, die Sie sehr zutreffend angeführt haben. Ich wollte damit nur das Argument beginnen, die Wahl des Parlaments entspreche nicht vollständig einem sehr strikten Anspruch an demokratische Legitimation.</p>
<p>Immerhin hat doch diese kleine Polemik dazu geführt, dass wir das Augenmerk auf die mangelnde demokratische Legitimation der EU gerichtet haben, von der ich glaube, dass sie eine Facette der Europaskepsis vieler Bürger erklärt &#8211; gerade derjenigen, die sich <em>nicht</em> explizit mit Politik beschäftigen, sondern ein dumpfes Gefühl des &#8222;die machen doch eh, was sie wollen&#8220; spüren.</p>
<p>Und danke für den Hinweis, ich habe daraus gleich ein Abonnement für meinen Feedreader abgeleitet. Wenn Sie mögen werden wir uns sicher noch öfter streiten ;-)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Gregor Keuschnig</title>
		<link>http://angedacht.wordpress.com/2009/06/09/wahlrecht-legitimation-verantwortung/#comment-644</link>
		<dc:creator>Gregor Keuschnig</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jun 2009 11:54:38 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://angedacht.wordpress.com/?p=1289#comment-644</guid>
		<description>@erz
Um den Demokratiebegriff ging es m. E. in unserer Diskussion zunächst nicht. Es ging mir nur darum festzustellen, dass (nach allem, was man so weiss) die Europawahl keine &quot;undemokratische&quot; Wahl war.

Interessante Anknüpfungen zum Thema Demokratie, deren Institutionalisierung und Ausstattung (ob man dem immer zustimmt oder nicht) gibt es in &lt;a href=&quot;http://begleitschreiben.twoday.net/stories/4981348/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Christoph Möllers&#039; Buch &quot;Demokratie - Zumutungen und Versprechen&quot;&lt;/a&gt;.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@erz<br />
Um den Demokratiebegriff ging es m. E. in unserer Diskussion zunächst nicht. Es ging mir nur darum festzustellen, dass (nach allem, was man so weiss) die Europawahl keine &#8222;undemokratische&#8220; Wahl war.</p>
<p>Interessante Anknüpfungen zum Thema Demokratie, deren Institutionalisierung und Ausstattung (ob man dem immer zustimmt oder nicht) gibt es in <a href="http://begleitschreiben.twoday.net/stories/4981348/" rel="nofollow">Christoph Möllers&#8217; Buch &#8222;Demokratie &#8211; Zumutungen und Versprechen&#8220;</a>.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: erz</title>
		<link>http://angedacht.wordpress.com/2009/06/09/wahlrecht-legitimation-verantwortung/#comment-643</link>
		<dc:creator>erz</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jun 2009 11:48:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://angedacht.wordpress.com/?p=1289#comment-643</guid>
		<description>danke</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>danke</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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